Offizielle Mitteilungen

Ausschreibung der SGIM-Foundation für 2016/2017

Impuls für Forschungsprojekte zum Thema «Multimorbidität»

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2016.01432
Veröffentlichung: 07.12.2016

SGIM-Foundation

Stiftungsrat

Die medizinische Forschungsstiftung SGIM-Foundation lanciert für 2016/2017 eine Preisausschreibung zum Thema «Multimorbidität» im stationären und ambulanten Bereich.

Die SGIM-Foundation möchte damit Untersuchungen fördern, die sich mit der Prävalenz von Multimorbidität beschäftigen, die Analyse und allenfalls die Behandlungsqualität für betroffene Patienten verbessern oder den Zusammenhang von klinischen und ökonomischen Faktoren überprüfen.

Verbesserte Lebensbedingungen und medizinischer Fortschritt haben in den vergangenen Jahren zu einer allgemeinen Erhöhung der Lebenserwartung geführt. Doch mit der längeren Lebenszeit sind oft auch chronische Gesundheitsprobleme verbunden. Die Prävalenz von Multimorbidität, das heisst der Anteil der Personen, die gleichzeitig an mehreren Krankheiten leiden, nimmt stetig zu. Und die Auswirkungen von Multimorbidität übersteigen diejenigen der Summe der ­Einzelerkrankungen für alle: für die betroffenen Pa­tienten, für die Pflegenden und letztlich für das ­Gesundheitssystem und die Gesellschaft.

Der Bedeutungsgewinn der Diagnose «Multimorbidität» kontrastiert zudem im medizinischen Alltag mit einer ungenügenden Datenlage, fehlenden Definitionen oder Guidelines und einem nach wie vor wenig entwickelten Forschungsstand zu den verschiedenen Aspekten.

Neue Ansätze für die Prävention und die Behandlung von Multimorbidität

Die SGIM-Foundation, eine Stiftung der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM), möchte der Forschung einen Impuls geben und schreibt deshalb für 2016/2017 drei Förderpreise für Studienprojekte zu diesem wichtigen Thema aus. Es sollen gezielt Untersuchungen unterstützt werden, die sich mit folgenden Aspekten der Multimorbidität in der stationären und ambulanten Allgemeinen Inneren Medizin (AIM) beschäftigen:

– Prävalenz von Multimorbidität: aktuell und im zeitlichen Verlauf;

– Assoziation zwischen Multimorbidität/Komorbiditäten und Behandlungsqualität;

– Assoziation zwischen Multimorbidität/Komorbiditäten und klinischen (z.B. burden of disease, Lebensqualität, Funktion, Arbeitsfähigkeit, days spent at home) und ökonomischen Outcomes (z.B. Kosten, Spitalaufenthaltsdauer);

– Interventionsstudien beispielsweise zur Verbesserung der Behandlungsqualität, Selbständigkeit, 
Reduktion der Rehospitalisation etc. bei multimorbiden Patienten (z.B. burden of treatment, Medikamentenoptimierung, Evaluation neuer Behandlungsmodelle wie goal-oriented care, Schnitt-
stellenprobleme Spital-Praxis und umgekehrt, multidimensionaler Therapieansatz etc.).

Die Projektanträge in englischer Sprache sind bis zum 29. Januar 2017 bei der SGIM-Foundation, c/o SGAIM, Monbijoustrasse 43, Postfach, 3001 Bern einzureichen.

Ein unabhängiger Beirat, der sich aus wissenschaftlichen Expert/-innen zusammensetzt, prüft alle Eingaben und wählt die drei besten Projekte aus. Diese werden je mit einem Beitrag von CHF 50 000.– unterstützt.

Detaillierte Informationen zur Preisausschreibung und zur Einreichung eines Gesuches sind unter 
 zu finden.

Die Bekanntgabe der Preisgewinner/-innen 2016/2017 findet im Rahmen der 2. Frühjahrsversammlung der SGAIM vom 03.–05. Mai 2017 im SwissTech Convention Center in Lausanne statt (Siehe ).

Redaktionelle
Verantwortung:
Bernadette Häfliger

Korrespondenzadresse

Bruno Schmucki
Kommunikation, SGAIM, Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere ­Medizin
Monbijoustrasse 43
Postfach
CH-3001 Bern
bruno.schmucki[at]sgaim.ch

Verpassen Sie keinen Artikel!

close