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CIRS-Flash Nr. 3: Überdosierung von Rivaroxaban

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2018.01764
Veröffentlichung: 15.08.2018

Affiliations sind für diesen Artikel im PDF verfügbar.

CIRS-Flash Nr. 3: Überdosierung von Rivaroxaban (Xarelto®)

«Bei einem knapp 70-jährigen Patienten wurden periphere Lungenembolien diagnostiziert und eine Behandlung mit Rivaroxaban (Xarelto®) begonnen. Der Patient nahm die Medikation gewissenhaft ein und richtete sie anhand des im Spitals abgegeben Medikamentenplans.

Anlässlich einer Routinekontrolle ging ich mit ihm die Medikation nochmals durch, wobei eine Unstimmigkeit auffiel: Der Patient hatte zwar die Änderung der Dosis von 15 auf 20 mg korrekt vorgenommen, aber nicht realisiert, dass er die 20 mg Dosierung nur einmal täglich hätte einnehmen sollen, mit dem Resultat, dass er zwei Monate lang die doppelte Dosis eingenommen hat.

In der Folge wurde die Dosis auf einmal täglich reduziert.»

Kommentare

1. Die beste Frage an den Patienten ist tatsächlich nicht «Nehmen Sie die Medikamente so... und so...?», sondern «Was nehmen Sie wie?». Das deckt die Fehler am ehesten auf. Es ist erstaunlich, dass man auch bei einfacheren Medikamentenverordnungen Missverständnisse aufdecken kann.

2. Der Vorteil der neuen Antikoagulantien (NOAK) ist ja, dass der Patient nicht mehr zur Quickkontrolle kommen muss. Dass dies aber auch ein Nachteil sein kann, zeigt dieser Fall.

Für Ihren nächsten Fall: www.forum-hausarztmedizin.ch.

Herz­lichen Dank! Das CIRS Team

Esther Henzi, Markus Gnädinger

Credits

Kopfbild: © Christoph Weihs | Dreamstime.com

Korrespondenzadresse

Dr. med. Markus Gnädinger
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
Birkenweg 8
CH-9323 Steinach
markus.gnaedinger[at]hin.ch

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