500

Fortbildung

Informationen für eine ausgewogene und individuelle Impfberatung

Impfskepsis – Teil 1: Einführung

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2022.20108
Veröffentlichung: 09.02.2022
Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2022;22(2):52-57

Zimmermann Claraa, Schmid Thurneysen Lisaa, Deml Michael J.b, Wingeier Bernhardc, Gallmann Caesard, Carp Petere, Delfino Alexandrea, Gafner Rebeccaa, Schudel Sophiea, Engel Rebeccaa, Iff Martinf, Hug-Batschelet Henrietteg, Schmidt Martinh, Avoledo Pierinoi, Etter Giselaj, Huber Benedikt M.k, Tarr Philipa

Medizinische Universitätsklinik und Infektiologie/Spitalhygiene, Kantonsspital Baselland, Bruderholz, Universität Basel

Université de Genève, Faculté des sciences de la société, Institut de recherches sociologiques

Abteilung Pädiatrie, Klinik Arlesheim, Arlesheim BL

Allg. Innere Medizin FMH, Au ZH

Pädiatrie FMH, Yverdon-les-Bains VD

Allg. Innere Medizin FMH, Reinach BL

Pädiatrie FMH, Kinderarztpraxis Davidsboden, Basel

Pädiatrie FMH, aerzte am werk, Rheinfelden AG

Pädiatrie FMH, Kinderarztpraxis Rennweg, Basel

Allg. Innere Medizin FMH, Richterswil ZH

Klinik für Pädiatrie, HFR Fribourg – Kantonsspital, Universität Fribourg

Schon viele Jahre vor der COVID-19-Pandemie war klar: Manche Personen zweifeln die Sicherheit, Wirksamkeit und den Nutzen von Impfungen an – sie impfen ihre Kinder oder sich selbst später als empfohlen, nur teilweise oder gar nicht. Wir möchten die Haus- und Kinderärzt:innen ermutigen, Impfskepsis als Phänomen unserer pluralistischen Gesellschaft zu betrachten, das grundlegende medizinische und soziokulturelle Entwicklungen zum Ausdruck bringt. Impfskeptische Patient:innen sind eine Herausforderung und eine Bereicherung für den Praxisalltag. Sie wollen das Beste für ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Familie.

Infektiologie-Serie

Infektionen und Immun­abwehr sind in der Praxis wichtige ­Themen. Sie bieten hervorragende Gelegen­heiten zu interdisziplinärer Zusammenarbeit, Überprüfung von gängigen Konzepten und Integration komplementärmedizinischer Sichtweisen. Philip Tarr ist Internist und Infektiologe am Kantonsspital Baselland und leitet das Nationale Forschungsprojekt NFP74 zu Impfskepsis. Ihm liegt viel an einer patientenzentrierten Medizin und an praxisrelevanten Artikeln, die wir in der Folge in Primary and Hospital Care regel­mässig publizieren werden.

fullscreen

Einleitung

Impfskepsis ist ein emotional gefärbtes Phänomen, das Ärzt:innen verunsichern kann und bei Gesundheitsbehörden für Perplexität sorgt [1–3]. In der Schweiz gibt es wenige Daten, aber global gewann Impfskepsis schon vor der COVID-19-Pandemie an Aufmerksamkeit [4]: So bezeichnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2015 Impfskepsis als wachsende Herausforderung [5–8] und 2019 als eine der zehn grössten Bedrohungen für die globale Gesundheit – gemeinsam mit Ebola, HIV und globalen Influenza-Pandemien [9]. Es sei dringend notwendig, die Sichtweisen und Motivationen von impfskeptischen Personen zu verstehen [5, 8, 10]. Unser Ziel ist es, in zwei PHC-Artikeln die Hintergründe zur Impfskepsis sowie praktische Empfehlungen zusammenzufassen, die wir im Rahmen unseres Nationalen Forschungsprojekts NFP74 [4, 11, 12] bei Eltern, Jugendlichen und Ärzt:innen gewonnen haben. a

Was ist Impfskepsis?

Eine allgemein akzeptierte Definition ist erstaunlich schwierig zu finden [3, 13–15]. Im Gespräch wissen die Meisten aber sofort, worum es geht: Es geht um Personen, die Zweifel an der Sicherheit, Wirksamkeit, dem Nutzen oder Notwendigkeit von Impfungen haben [8, 16, 17]. Die skeptische Einstellung (psychologischer Zustand) sollte vom Verhalten (bildet sich in den Impfraten ab) unterscheiden werden: Denn impfskeptische Personen impfen oft wie empfohlen, gelegentlich aber auch später oder selektiv (gewisse Impfungen, aber nicht alle) [1, 18]. Die meisten impfskeptischen Eltern sind also keine Impfgegner:innen [19, 20]. Daher ist es kontraproduktiv, sie pauschal als Impfgegner:innen zu stigmatisieren.

Wie häufig kommt Impfskepsis vor?

20–30% der Bevölkerung in Westeuropa gelten als impfskeptisch [21–23]. Die Schweiz gehört Umfragen zufolge nach Frankreich zu den impfskeptischsten Ländern weltweit [21]; Impfungen sind in reicheren Ländern eher umstritten als in ärmeren Ländern – weil die mit Impfungen verhinderten Krankheiten kaum mehr sichtbar sind, könnten Impfungen Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden sein [21, 24–29]. Nur 1–3% der Bevölkerung gelten hingegen als echte «Impfgegner» [21, 30–32]: Sie impfen aus verschiedenen Gründen gar nicht und bedienen teilweise Verschwörungstheorien [24, 26, 33–35].

Nehmen die Impfraten in der Schweiz ab?

Nein, davon kann keine Rede sein. Diesen Eindruck könnte man aber aufgrund der Berichterstattungen bekommen. So waren viele Länder vor über 10 Jahren mit vermeintlich mit der HPV-Impfung zusammenhängenden Nebenwirkungen konfrontiert [36–42]. Japan hat gar die HPV-Impfempfehlung 2013 zurückgezogen. Die Bedenken erwiesen sich als unbegründet [43–45], das Vertrauen in die HPV-Impfung liess sich aber wegen inadäquater Behördenkommunikation nicht wiederherstellen [39] (die Impfrate bei jungen japanischen Frauen sank von >70% auf <5% [46]). Die Bevölkerung der Schweiz ist hingegen grundsätzlich gut geimpft – die Impfraten der Kinderimpfungen sind bei uns stabil hoch bzw. steigend [47–51] (Abb. 1).

fullscreen
Abbildung 1:

Durchimpfungen bei 16-jährigen Jugendlichen in der Schweiz (erstellt nach [50,51]).

 

Ist also die Durchimpfung der Schweizer Bevölkerung im gewünschten Bereich?

Noch nicht überall. Wie so oft lohnt sich eine differenzierte Betrachtung (Abb. 1):

Die Masernimpfung ist das am hitzigsten diskutierten Thema. Während der Epidemie 2007–2009 war die Schweiz das Land mit der bei weitem höchsten Maserninzidenz Europas [23, 52, 53]. Seither sind die Impfraten deutlich gestiegen [47, 48, 50, 51]. Das BAG-Ziel der 95% Masern-Durchimpfung, das theoretisch für einen Bevölkerungsschutz («Herdenimmunität») notwendig wäre, wird in den meisten Kantonen noch nicht erreicht: 2019 traten wieder 221 Masernfälle in der Schweiz auf [54], nachdem die WHO die Masern in der Schweiz 2018 als eliminiert deklarierte [47, 54].

Die FSME-Impfraten sind deutlich gestiegen, nicht zuletzt, weil seit 2008 dank Sentinella-Überwachung [53] die Zeckenstichraten breit kommuniziert werden und so ein grosses Echo in den Medien und in der Bevölkerung auslösen [56, 57].

Die folgenden Impfraten sind deutlich tiefer als das BAG anstrebt:

  • Die Hepatitis B-Impfrate der Jugendlichen stieg in den letzten 10 Jahren nicht über 74% [48], wahrscheinlich weil Jugendliche schwierig «erreichbar» sind; d.h. die meisten Jugendlichen sind gesund und gehen nicht regelmässig zum Arzt / zur Ärztin. Daher (und nicht weil sich Säuglinge in der Schweiz mit Hepatitis B anstecken) empfiehlt das BAG seit 2019, die Hepatitis B-Impfung in die Sechsfach-Säuglingsimpfung hineinzunehmen [19].
  • Die Raten der Grippeimpfungen stagnieren in ganz Europa [58, 59]. Das Impfziel des BAG ist, 75% der Personen >65 Jahren zu impfen [60]. Tatsächlich sind in Europa <50% [58] und in der Schweiz (repräsentative Umfrage März 2021) 38% der >65-Jährigen geimpft [61]. Mit 18–26% liegt die Impfrate beim Gesundheitspersonal noch tiefer [49, 59, 61]. Da die Grippeimpfung deutlich weniger wirksam ist als oft kommuniziert wird, scheint Impfskepsis verständlich (siehe unseren Artikel in PHC 2/2021 [62]). 
  • Bei der HPV-Impfung sind die Impfraten tief [63, 64] und die kantonalen Unterschiede gross [64]. Es besteht insbesondere Steigerungspotenzial, seit neuerdings klare Daten vorliegen, dass die HPV-Impfung nicht nur Dysplasien, sondern auch das Zervixkarzinom wirksam verhindert [65]. Neu liegen auch Zahlen für junge Männer vor [50, 51] – bei ihnen ist der Zugang zur Impfung ungenügend und die Impfempfehlung (seit 2015 [66]) wurde noch zu wenig überzeugend kommuniziert [67].

Sind ungenügende Impfraten in der Schweiz ausschliesslich durch Impfskepsis bedingt?

Nein. Der Zugang zu Impfungen [2] kann auch in einem reichen Land wie der Schweiz problematisch sein. In Kantonen, in denen z.B. die HPV-Impfung über Schulimpfprogramme durchgeführt wird, liegt die Impfrate bei Jugendlichen höher (Frauen: 54%, Männer: 13%) als in Kantonen ohne Schulimpfprogramme (Frauen: 43%, Männer: 9%) [51, 68, 69]. Der behördliche Einsatz für einen leichten Zugang zur HPV-Impfung und für gute HPV-Impfinformationen auf den kantonalen Webseiten ist sehr unterschiedlich [70, 71]. In gewissen Kantonen scheint die Haltung zu sein, dass Impfungen eine persönliche Angelegenheit zwischen dem Individuum und ihrem Arzt oder ihrer Ärztin sind, und sich die Regierung nicht einmischen sollte [70]. Es wäre wünschenswert, dass empfohlene Impfungen für die vorgesehenen Personen in allen Kantonen gleich einfach zugänglich [72] und eine individualisierte, offene und adäquate Impfberatung gewährleistet ist. Hierfür eignen sich insbesondere die pädiatrischen Vorsorgeuntersuchungen im Alter von 10–14 Jahren. Neben der Impfberatung sind Fragen oder Probleme in der Schule, im sozialen Umfeld, mit Sexualität, Verhütung, Medienüberkonsum oder Drogen wichtige Themen in dieser Altersgruppe.

Wird in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz weniger geimpft als in der Deutschschweiz?

Allgemein ist das Gegenteil der Fall – die Westschweiz und das Tessin haben beispielsweise höhere Masern- und HPV-Impfraten als die Deutschschweiz [73, 74]. Dies wird teilweise durch sozio-politische Unterschiede erklärt (z.B. Vertrauen in eine «starke» Regierung, «etatistische» Einstellung in der Romandie) [70]. Dies sind allerdings grobe Vereinfachungen. Die Impfraten und behördlichen Impfprogramme sind von Kanton zu Kanton und innerhalb der Sprachregionen unterschiedlich.

Sind in der Schweiz Impfobligatorien nötig, um die Impfraten zu steigern?

Nein – auch wenn man diesen Eindruck aufgrund des Medienechos gewinnen könnte. Das BAG strebt keine Impfobligatorien an. Expert:innen [75–78] und Berufsverbände [79, 80] mahnen sehr zu Zurückhaltung in dieser Frage.

Gibt es auch impfskeptische Ärzt:innen?

Ja, [14,17,81–86] und dies ist ein wichtiger Punkt. Zahlreiche, v.a. Komplementärmedizinisch-orientierte Ärzt:innen stehen den offiziellen Impfempfehlungen skeptisch gegenüber; dies zeigen internationale Studien [15, 81, 82, 84, 86] wie auch unsere Schweizer Forschungsresultate [17, 87, 88]. Offensichtlich konnte also in der Bevölkerung und Ärzteschaft eine stabile Überzeugung in den Nutzen von gewissen Impfungen (z.B. Polio, Tetanus, FSME), nicht aber von anderen Impfungen (z.B. Influenza, HPV) aufgebaut werden [3]. Impfskepsis hat zudem eine teilweise Berechtigung, da wir über unspezifische (erwünschte oder unerwünschte) Wirkungen von Impfungen immer noch wenig wissen [89–92]. Impfskeptische Ärzt:innen empfehlen ihren Patient:innen Impfungen mit weniger Überzeugung [15, 85, 93, 94]. Dies kann Patient:innen dazu bewegen, nicht oder nicht nach den offiziellen Empfehlungen zu impfen [95–97].

Wieso sind gewisse Ärzt:innen impfskeptisch?

Ärzt:innen teilen teilweise die gleichen Bedenken wie ihre Patient:innen [94,98]. Oder sie legen Wert darauf, dass nicht alle nach dem gleichen vorgelegten Plan geimpft werden. Sondern, dass dem Impfentscheid ein Prozess gemäss Shared decision making zugrunde liegen sollte [99–101]. Andere Ärzt:innen haben nicht genügend Zeit und Impffachwissen für die Impfberatung von gut informierten Patient:innen mit vielen Sorgen und Fragen [14, 81]. Ärzt:innen müssen unbedingt gutes epidemiologisches, infektiologisches und immunologisches Faktenwissen haben und die häufigsten Patient:innensorgen bzgl. Notwendigkeit und Impfsicherheit kennen (Kasten 1). Es ist sonst unwahrscheinlich, dass sie gute patientenzentrierte Impfberatungen machen können [84].

Kasten 1: Häufige Sicherheitsbedenken bezüglich Impfungen

Masern-Impfung und Autismus

  • Ein Zusammenhang zwischen der Masern-Impfung und Autismus besteht nicht [102] – dies zeigen zahlreiche solide, grossangelegte Studien [103–118].
  • Andrew Wakefield, der diesen Zusammenhang 1998 suggerierte, wurde aufgrund von ethischem, medizinischem und wissenschaftlichem Fehlverhalten die ärztliche Lizenz entzogen [119].

Keuchhustenimpfung und Asthma

  • Einige Beobachtungsstudien berichteten über ein erhöhtes Risiko für Asthma und atopische Erkrankungen bei Kindern nach der Keuchhustenimpfung [120–122].
  • In grossangelegten Studien konnte dieser Zusammenhang nicht festgestellt werden [123–126].

Fünffach-Kinderimpfung (Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio-Haemophilus) und Atopie

  • Die Ergebnisse kleinerer Studien sind uneinheitlich [127–129].
  • Grosse epidemiologische Studien konnten den Zusammenhang nicht bestätigen [130].

Hepatitis B-Impfung und Multiple Sklerose

  • Komplexe Datenlage [131–134]: In Frankreich wurde die Impfung 1998 aufgrund von Fallberichten über ZNS-Störungen nach Hepatitis B-Impfungen ausgesetzt [131, 135–139].
  • Die grosse Mehrheit solider Studien konnte keinen Zusammenhang bestätigen [136, 139–147].

Grippeimpfung, Guillan-Barré-Syndrom (GBS) und andere neurologische Komplikationen

  • Einzelfälle wurden beschrieben, z.B. akute demyelinisierende Enzephalomyelitis [148–152], Enzephalitis [153], transverse Myelitis [154]; kausale Zusammenhänge gelten als sehr unwahrscheinlich [62].
  • Bei 1:1 Million liegt einem GBS eine Grippeimpfung zugrunde [155, 156] – das GBS-Risiko nach Influenzaerkrankung ist jedoch deutlich höher als nach der Grippeimpfung [157, 158].

Zusätze in Impfstoffen 

  • Aluminium und andere immunstimulierende Adjuvantien: in sehr geringen Mengen in gewissen Impfungen enthalten.Adjuvantien können theoretisch immunologische Mechanismen triggern, die mit Autoimmunkrankheiten assoziiert sind [159–163].Die Studienlage ist bescheiden, obwohl Aluminium seit 1926 in einigen Impfungen enthalten ist; es gibt keine Hinweise auf Neuro- oder andere Toxizitäten [161, 164–167].
  • Formaldehyd dient dazu, Impfviren zu inaktivieren (abzutöten).Die Konzentrationen liegen weit unter den toxikologischen Grenzwerten und gelten als unbedenklich [168,169].
  • QuecksilberFrüher als wirksames und sicheres Konservierungsmittel (Thiomersal) in vielen Impfungen und Wunddesinfektionsmitteln (z.B. Mercurochrom, Merfen) enthalten [170–174].Es konnte kein Zusammenhang zwischen Neurotoxizität (für Kleinkinder) und Quecksilber in Impfungen bestätigt werden [173–177]; das Risiko für Föten, Frühgeburten und Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht gilt als extrem gering [174] – Quecksilber ist heute trotzdem aus den Impfungen verschwunden, v.a. aus kommunikativen Gründen [178].Die Kinetik der Quecksilberexposition im Blut (z.B. nach Fischkonsum) unterscheidet sich massgebend von derjenigen nach i.m. Gabe thiomersalhaltiger Impfstoffe [171]: Oral wird Quecksilber zu 95% absorbiert und verteilt sich in allen Geweben, einschliesslich im ZNS, und ist plazentagängig [174] → Empfehlung, während der Schwangerschaft und Stillzeit auf fetten Fisch zu verzichten [173].

Ist Impfskepsis etwas Positives?

Absolut! Eine kritische Einstellung zu Impfungen sollte nicht – wie bisher üblich und ohne Erfolg – als Wissensdefizit [179, 180] oder als Impfgegnertum abgewertet werden. Es handelt sich meist vielmehr um ein wohlüberlegtes Hinterfragen von Impfungen, in der Absicht, die eigene oder die Gesundheit der Kinder bestmöglich zu fördern [181–183]. Wichtig ist, die Eltern bei der Auswahl geeigneter Informationsquellen zu unterstützen und den Reflexions- und Entscheidungsprozess durch sachliche Aufklärung, eine gute Beziehung und ausreichend Zeit zu fördern (die ärztliche Einstellung des Motivational Interviewing kann dabei hilfreich sein [184–189]).

Sind impfskeptische Personen schwierige Patient:innen?

Sie werden oft als «schwierig» charakterisiert, weil sie teilweise ungewöhnliche Einstellungen und viele Fragen haben. Ihre Beratung wird oft als zeitintensiv und anstrengend empfunden und manche Ärzt:innen wünschen sich, dass impfskeptische Patient:innen nicht mehr zu ihnen kommen [190]. Bei der Beratung von impfskeptischen Patient:innen kommen grundlegende Paradoxa in der Ärzt:innen-Patient:innen-Beziehung zum Ausdruck [17]: Als «gute» Patient:innen gelten generell Personen, die wissbegierig sind und aktiv an Gesundheitsentscheidungen beteiligt sein wollen [17, 191–193]. Impfskeptische Personen weisen oft diese Eigenschaften auf [194]. Wenn sie jedoch die Impfempfehlungen des Arztes oder der Ärztin hinterfragen, werden sie als «schwierig» empfunden [17, 192, 193, 195, 196]. «Gute» Ärzt:innen sind geduldige Zuhörer:innen und einfühlsame Kommunikator:innen, welche die Patient:innen in Entscheide einbeziehen. Wenn sich ihre Patient:innen nicht an die offiziellen Impfempfehlungen halten wollen, laufen Ärzt:innen aber Gefahr, in den Augen der Behörden und Kolleg:innen zu «schlechten» Ärzt:innen zu werden [17]. Diese widersprüchlichen Erwartungen, die unterschiedlichen Impfeinstellungen im sozialen Umfeld und der «Informationsüberfluss» in den elektronischen Medien können die Ärzt:innen und ihre gut informierten Patient:innen verunsichern [197].

Welche Faktoren bestimmen den Impfentscheid?

Der Entscheid zu impfen, wird heute als Prozess angesehen, der massgebend durch das soziale [198,199] und kulturelle [3] Umfeld beeinflusst wird: In einem impfskeptischen persönlichen Umfeld wird weniger geimpft als in einem unkritischeren Umfeld [199]. Der wichtigste Faktor in zahlreichen Untersuchungen ist das Vertrauen in den behandelnden Arzt oder die Ärztin [14, 138, 200–203]: Wenn sich Patient:innen bei Ärzt:innen gut aufgehoben fühlen, dann werden sie eher der ärztlichen Impfempfehlung folgen [14,204,205]. Wichtige Einflussfaktoren sind zudem das Wissen des Arztes oder der Ärztin, eine patientenzentrierte Einstellung und ein Kommunikationsstil, der die Sorgen der Patient:innen ernst nimmt und sich genügend Zeit nimmt [81, 204, 206–216]. Interessant: Diese Charakteristika entsprechen am ehesten der Impfberatungstätigkeit von komplementärmedizinisch tätigen Ärzt:innen [217].

Entspricht Impfskepsis dem Zeitgeist?

Impfskepsis sollte nicht als isoliertes Phänomen, sondern im Kontext von grösseren soziokulturellen Trends betrachtet werden [2, 3, 138, 218–220]. Damit sind Phänomene wie «postmoderne Medizin» [221] oder «Healthism» [219] gemeint (Kasten 2). In den letzten 50 Jahren hat das Hinterfragen von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu- und das Vertrauen gegenüber Ärzt:innen, Behörden und anderen Autoritätspersonen abgenommen [24, 222, 223]. Dadurch sind die Anforderungen an die Ärzt:innen-Patient:innen-Beziehung und an die ärztliche und behördliche Kommunikation stark gestiegen. Dies sind nicht kurzlebige Trends, d.h. Impfskepsis ist kaum ein «Modephänomen», das bald wieder verschwindet. Viele Patient:innen begnügen sich heute nicht mehr mit der «passiven» Entgegennahme von Anweisungen, die sie von ärztlichen oder behördlichen «Autoritäten» erhalten. Sie wollen vermehrt aktiv an Diskussionen teilnehmen, Eigenverantwortung übernehmen [72, 138, 217, 224] und wünschen sich individuelle Beratungen durch den Arzt oder die Ärztin. In den Medien, an den Universitäten und in der Wissenschaft ist patientenzentrierte, «personalisierte» bzw. «individualisierte» Medizin zwar bestens etabliert [99, 225], Impfungen machten dabei aber bisher eine bemerkenswerte Ausnahme.

Kasten 2: «Healthism» und grundlegende soziokulturelle Veränderungen in den letzten 50 Jahren

(modifiziert nach [218, 219, 221, 226, 227])

  • Patient:innen haben heute Zugang zu wesentlich mehr Informationen in sozialen Medien und elektronischen Netzwerken als früher.
  • Steigendes Misstrauen gegenüber Ärzt:innen und der Wissenschaft, teils bedingt durch die Masse an verfügbaren, widersprüchlichen Informationen.
  • Medizinalisierung aller Lebensbereiche (Lebensmittelauswahl, Freizeitaktivitäten, Bewältigung von Lebensereignissen) → hohes Gesundheitsbewusstsein.
  • Abnahme der Toleranz gegenüber leichten körperlichen Symptomen (Somatisierung); durch Medizinalisierung sind unrealistische Erwartungshaltungen entstanden.
  • Kommerzialisierung der individuellen Gesundheit. Zunehmendes mediales Interesse an Gesundheitsthemen → Klima der Unsicherheit und Besorgnis über Krankheiten.
  • Genereller Trend hin zur Selbstreflexion und -wahrnehmung («the cult of the individual»).
  • Grosse Fortschritte in den Gesundheitstechnologien: Reduktion der Sterblichkeit durch akute Infektionskrankheiten, Erhöhung der Lebenserwartung → hohe Gesundheitserwartungen.
  • Durch Globalisierung sind auch Risiken global: Fokus der Patient:innen liegt eher auf Risiken und Nebenwirkungen als auf Nutzen.

Kann ein Arzt oder eine Ärztin gleichzeitig die öffentliche Gesundheit berücksichtigen und eine patientenorientierte, individualisierte Medizin praktizieren?

Ja. Impfen findet immer in diesem Spannungsfeld statt, welches Ärzt:innen aushalten müssen. Die Impfprogramme der Gesundheitsbehörden sind nur mit hohen Impfraten wirksam. Die Behörden erwarten daher von den Ärzt:innen, dass sie die Basisimpfungen empfehlen [17, 19, 228]. Das abstrakte Konstrukt der «öffentlichen» Gesundheit ist allerdings nicht einfach zu vermitteln: Wenn z.B. ein einzelner Arzt einer einzelnen Patientin gegenübersitzt, dann handelt es sich um eine individuelle ärztliche Beziehung. Der Arzt muss sich bei der Impfberatung Überlegungen zur öffentlichen Gesundheit machen, ohne die individuellen Wünsche, Sorgen und den sozial-familiären Kontext der Patientin und deren Entscheidungsautonomie zu vernachlässigen [217]. Die Schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften weist darauf hin: Eine patientenzentrierte Einstellung besteht nicht automatisch – sie muss von Ärzt:innen kultiviert werden [101]. Bei den 70-80% der Bevölkerung, die keine Bedenken zur Sicherheit und zum Nutzen von Impfungen haben, hat eine individualisierte Impfberatung allerdings keine Priorität.

Was hat Komplementärmedizin (KM) mit Impfskepsis zu tun?

Komplementärmedizin erfreut sich grosser Beliebtheit: 25-50% der Schweizer Bevölkerung geben an, KM zu nutzen [229–231]. Die Inanspruchnahme von KM korreliert mit Impfskepsis [219][232]: Personen, die KM anwenden, sind impfskeptischer als KM-Nichtanwender [233–238]. Das Misstrauen in die Schulmedizin scheint dabei der weitaus wichtigere Faktor zu sein als das Vertrauen in KM [233]. Impfskeptische Personen nehmen Schulmedizin zum Teil als unpersönlich, industriell, rigid und korrumpierbar wahr. Sie betonen oft ihre eigene Expertise und Autonomie und werden von KM-Ärzt:innen und anderen KM-Anbieter:innen in ihrer Impfskepsis oft unterstützt [222]. Sie bevorzugen «individualisierte» Impfpläne, die sie im sozialen Umfeld oder in gemeinsamer Entscheidungsfindung mit KM-Anbieter:innen entwickeln. KM-Ärzt:innen spielen daher bei der Impfberatung von impfskeptischen Eltern eine wichtige public health-Rolle [72, 217]. Leider gibt es nur wenig Forschung zu Impfskepsis, die explizit KM-Ärzt:innen einbezieht – oft wurden sie pauschal als Impfgegner:innen abgewertet [3, 205, 222, 239]. Im Rahmen unseres Nationalen Forschungsprojekts [4,11] arbeiten wir mit KM-Ärzt:innen zusammen, um ihre Motivationen und Arbeitsweisen besser zu verstehen [5, 8, 10]. Unsere Ergebnisse, wie auch offizielle Stellungnahmen der anthroposophischen und homöopathischen Ärztegesellschaften [240–242] zeigen, dass KM-Ärzt:innen und deren Patient:innen, entgegen des gängigen Stereotyps [73], nicht kategorisch gegen Impfungen sind.

Können wir etwas von unseren komplementärmedizinisch tätigen Kolleg:innen lernen?

Ja unbedingt – dies scheint der Schlüssel zu einem patientenzentrierten, entspannten und erfolgreichen Umgang mit impfskeptischen Personen zu sein. Im Rahmen unseres Forschungsprojekts haben wir bereits gemeinsam mit KM-Kolleg:innen mehrere Artikel für Hausärzt:innen geschrieben [67, 243, 244] und die gemachten Erfahrungen wissenschaftlich analysiert [12]. Diese Ansätze (Zeit nehmen, transparentes Informieren über Vor- und mögliche Nachteile von Impfungen, Impfsorgen ernst nehmen, Patient:innen in Impfentscheide einbeziehen) scheinen uns ein vielversprechender und innovativer Weg, um die Impfberatung von impfskeptischen Eltern zu verbessern. In der PHC Ausgabe 3/2021 werden wir praktische Vorschläge für eine erfolgreiche Impfberatung und -kommunikation vorstellen.

Fazit für die Praxis

  • Die Schweizer Bevölkerung ist grundsätzlich gut geimpft.
  • Impfskepsis existiert bei Patient:innen und Ärzt:innen.
  • Ca. 20–30% der Bevölkerung gelten als impfskeptisch – sie impfen ihre Kinder, aber nicht immer den offiziellen Empfehlungen entsprechend.
  • Nur 1–3% der Bevölkerung gelten als Impfgegner:innen.
  • Wichtigster Faktor beim Impfentscheid ist das Vertrauen und das offene Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin.
  • Impfskeptiker:innen haben viele Fragen und Sorgen – sie sollten in Impfentscheide einbezogen werden.
  • Impfskepsis muss im Kontext von grösseren soziokulturellen Veränderungen betrachtet werden

Die fünf wichtigsten Referenzen

3 Peretti–Watel P, Ward JK, Schulz WS, Verger P, Larson HJ. Vaccine
Hesitancy: Clarifying a Theoretical Framework for an Ambiguous
Notion. Public Libr Sci PLoS Curr. 2015

17 Deml MJ, Buhl A, Notter J, Kliem P, Huber BM, Pfeiffer C, et al. ‘Problem
patients and physicians’ failures’: what it means for doctors
to counsel vaccine hesitant patients in Switzerland. Soc Sci Med.
2020 Jun;255:112946. 10.1016/j.socscimed.2020.11294632311515

181 Ward P. Labelling anti-vaxxers as bad parents doesn’t help - it just
leads to more distrust in science [Internet]. The Guardian
13 May 2019.https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/
may/13/labelling-anti-vaxxers-as-bad-parents-doesnt-help-it-justleads-
to-more-distrust-in-science

217 Deml MJ, Notter J, Kliem P, Buhl A, Huber BM, Pfeiffer C, et al. “We
treat humans, not herds!”: A qualitative study of complementary
and alternative medicine (CAM) providers’ individualized approaches
to vaccination in Switzerland. Soc Sci Med.
2019 Nov;240:112556. 10.1016/j.socscimed.2019.11255631563005The
page range was updated but differs from the author's original: 1–10.)

219 Greenhalgh T, Wessely S. ‘Health for me’: a sociocultural analysis
of healthism in the middle classes. Br Med Bull. 2004;69(1):197–213.
10.1093/bmb/ldh01315226207

a

Für weitere Informationen: http://www.nfp74.ch/de/projekte/ambulante-versorgung/projekt-tarr

Disclosure statement

Das Editorial zu diesem Artikel finden Sie auf S. 35 in dieser Ausgabe.

Die Autoren haben keine finanziellen oder persönlichen Verbindungen im Zusammenhang mit diesem Beitrag deklariert.

Korrespondenzadresse

Prof. Dr. med. Philip Tarr

Medizinische Universitätsklinik

Kantonsspital Baselland

CH-4101 Bruderholz

philip.tarr[at]unibas.ch

Literatur

1. Larson HJ, Jarrett C, Eckersberger E, Smith DMD, Paterson P. Understanding vaccine hesitancy around vaccines and vaccination from a global perspective: A systematic review of published literature, 2007–2012. Vaccine. 2014 Apr;32(19):2150–9.

2. Bedford H, Attwell K, Danchin M, Marshall H, Corben P, Leask J. Vaccine hesitancy, refusal and access barriers: The need for clarity in terminology. Vaccine. 2018 Oct;36(44):6556–8.

3. Peretti–Watel P, Ward JK, Schulz WS, Verger P, Larson HJ. Vaccine Hesitancy: Clarifying a Theoretical Framework for an Ambiguous Notion. Public Libr Sci PLoS Curr Outbreaks. 2015 Feb;(1).

4. Deml MJ, Jafflin K, Merten S, Huber B, Buhl A, Frau E, et al. Determinants of vaccine hesitancy in Switzerland: study protocol of a mixed-methods national research programme. Br Med J BMJ Open. 2019 Nov;9(11):1–14.

5. Eskola J, Duclos P, Schuster M, MacDonald NE. How to deal with vaccine hesitancy? Vaccine. 2015 Aug;33(34):4215–7.

6. Larson HJ, Jarrett C, Schulz WS, Chaudhuri M, Zhou Y, Dube E, et al. Measuring vaccine hesitancy: The development of a survey tool. Vaccine. 2015 Aug;33(34):4165–75.

7. World Health Organisation. Vaccine hesitancy: A growing challenge for immunization programmes [Internet]. 2015 Aug [cited 2020 May 14]. Available from: https://www.who.int/en/news-room/detail/18-08-2015-vaccine-hesitancy-a-growing-challenge-for-immunization-programmes

8. World Health Organisation. Report of the SAGE Working Group on Vaccine Hesitancy [Internet]. 2014 [cited 2020 May 14]. Available from: https://www.who.int/immunization/sage/meetings/2014/october/1_report_working_group_vaccine_hesitancy_final.pdf

9. World Health Organisation. Ten threats to global health in 2019 [Internet]. World Health Organisation. 2019 [cited 2020 Mar 11]. Available from: https://www.who.int/news-room/feature-stories/ten-threats-to-global-health-in-2019

10. Lane S, MacDonald NE, Marti M, Dumolard L. Vaccine hesitancy around the globe: Analysis of three years of WHO/UNICEF Joint Reporting Form data-2015–2017. Vaccine. 2018 Jun;36(26):3861–7.

11. Schweizerischer National Fonds. 28: Impfskeptische Eltern und Ärzte in der Schweiz - Nationales Forschungsprojekt [Internet]. 2020 [cited 2020 Mar 12]. Available from: http://www.nfp74.ch/de/projekte/ambulante-versorgung/projekt-tarr

12. Deml MJ, Dietrich LG, Wingeier B, Etter G, Gallmann C, Berger C, et al. Collaborating with Complementary and Alternative Medicine (CAM) Providers When Writing HPV Vaccine Review Articles. J Clin Med. 2020 Feb;9(2):1–15.

13. MacDonald NE, the SAGE Working Group on Vaccine Hesitancy. Vaccine hesitancy: Definition, scope and determinants. Vaccine. 2015 Aug;33(34):4161–4.

14. Verger P, Fressard L, Collange F, Gautier A, Jestin C, Launay O, et al. Vaccine Hesitancy Among General Practitioners and Its Determinants During Controversies: A National Cross-sectional Survey in France. EBioMedicine. 2015 Aug;2(8):891–7.

15. Dubé E, Laberge C, Guay M, Bramadat P, Roy R, Bettinger JA. Vaccine hesitancy: An overview. Hum Vaccines Immunother. 2013 Aug;9(8):1763–73.

16. Hicks DJ. Book Reviews: Largent (Vaccine: The Debate in Modern America, 2012) and Navin (Values and Vaccine Refusal: Hard Questions in Ethics, Epistemology, and Health Care, 2016) [Internet]. Kennedy Institute of Ethics Journal. 2016 [cited 2020 May 15]. Available from: https://kiej.georgetown.edu/category/book-reviews/

17. Deml MJ, Buhl A, Notter J, Kliem P, Huber BM, Pfeiffer C, et al. ‘Problem patients and physicians’ failures’: What it means for doctors to counsel vaccine hesitant patients in Switzerland. Soc Sci Med. 2020 Apr;255:1–10.

18. Opel DJ, Mangione-Smith R, Taylor JA, Korfiatis C, Wiese C, Catz S, et al. Development of a survey to identify vaccine-hesitant parents: The parent attitudes about childhood vaccines survey. Hum Vaccin. 2011 Apr;7(4):419–25.

19. Bundesamt für Gesundheit und Eidgenössische Kommission für Impffragen. Schweizerischer Impfplan 2021 [Internet]. 2021 [cited 2021 Jun 2]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-b/richtlinien-empfehlungen/allgemeine-empfehlungen/schweizerischer-impfplan.pdf.download.pdf/schweizerischer-impfplan-de.pdf

20. Dubé E, Vivion M, MacDonald NE. Vaccine hesitancy, vaccine refusal and the anti-vaccine movement: influence, impact and implications. Expert Rev Vaccines. 2014 Nov;14(1):99–117.

21. Wellcome Global Monitor: How does the world feel about science and health? [Internet]. 2018 [cited 2020 May 14] p. 104–25. Available from: https://wellcome.ac.uk/sites/default/files/wellcome-global-monitor-2018.pdf

22. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln. Wissen, Einstellung und Verhalten von Eltern zum Thema Impfen im Kindesalter, 2011 [Internet]. 2011 [cited 2020 May 15]. Available from: https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/studien/impfen_im_kindesalter_elternstudie_2011--d3352a307b12b3fe36e110304ebd4ea4.pdf

23. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 17/2013: Schwerpunktthema Masern [Internet]. 2013 [cited 2020 May 15]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-i/masernstrategie/bag-bulltin-schwerpunktthema-masern.pdf.download.pdf/bulletin-17-13-schwerpunktthema-masern.pdf

24. Kata A. A postmodern Pandora’s box: Anti-vaccination misinformation on the Internet. Vaccine. 2010 Feb;28(7):1709–16.

25. Wiget Y. Schweizer gehören zu den grössten Impfgegnern weltweit [Internet]. Tagesanzeiger. 2019 [cited 2020 May 14]. Available from: https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/schweizer-gehoeren-zu-den-groessten-impfgegnern-weltweit/story/24715518

26. DiResta R. Of virality and viruses: the anti-vaccine movement and social media. NAPS Net Spec Rep [Internet]. 2018 Nov 8 [cited 2020 May 26]; Available from: https://nautilus.org/napsnet/napsnet-special-reports/of-virality-and-viruses-the-anti-vaccine-movement-and-social-media/

27. Janko M. Vaccination: A Victim of Its Own Success. Am Med Assoc J Ethics. 2012 Jan;14(1):3–4.

28. Schwartz J. New Media, Old Messages: Themes in the History of Vaccine Hesitancy and Refusal. Am Med Assoc J Ethics. 2012 Jan;14(1):50–5.

29. Larson HJ, Cooper LZ, Eskola J, Katz SL, Ratzan S. Addressing the vaccine confidence gap. The Lancet. 2011 Aug;378(9790):526–35.

30. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln. Einstellungen, Wissen und Verhalten von Erwachsenen und Eltern gegenüber Impfungen – Ergebnisse der Repräsentativbefragung 2018 zum Infektionsschutz [Internet]. 2018 [cited 2020 Oct 8]. Available from: https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/studien/Infektionsschutzstudie_2018.pdf

31. Leask J. Target the fence-sitters. Nature. 2011 May;473(7348):443–5.

32. Bondola S. Manche Eltern in der Schweiz lassen ihre Kinder bewusst nicht impfen und verhindern damit das Ausrotten von Krankheiten. Welche Motive treiben sie dazu? [Internet]. swissinfo.ch. [cited 2020 Nov 7]. Available from: https://www.swissinfo.ch/ger/gesundheit_impfskepsis-ist-ein-wohlstandsphaenomen/44852248

33. Hornsey MJ, Finlayson M, Chatwood G, Begeny CT. Donald Trump and vaccination: The effect of political identity, conspiracist ideation and presidential tweets on vaccine hesitancy. J Exp Soc Psychol. 2020 May;88:1–8.

34. Lewandowsky S, Gignac GE, Oberauer K. The Role of Conspiracist Ideation and Worldviews in Predicting Rejection of Science. Denson T, editor. Public Libr Sci PLoS ONE. 2013 Oct;8(10):1–11.

35. Jolley D, Douglas KM. The Effects of Anti-Vaccine Conspiracy Theories on Vaccination Intentions. Tripp R, editor. Public Libr Sci PLoS ONE. 2014 Feb;9(2):1–9.

36. World Health Organisation. Case Study C: How a Potential HPV Vaccination Crisis Was Averted [Internet]. 2008 [cited 2020 May 17]. Available from: https://vaccine-safety-training.org/c-serious-aefi-day-1.html

37. Le Parisien (Paris). Le Vaccine Gardasil Bientôt Visé par Trios Nouvelle Plaintes [Internet]. 2020 [cited 2020 Jun 4]. Available from: http://www.leparisien.fr/societe/sante/sante-le-gardasil-au-coeur-d-une-plainte-24-11-2013-3344849.php

38. Clavreul L, Cazi E. Des Experts font le lien entre Gardasil et Sclérose en Plaques [Internet]. Le Monde (Paris). 2013 [cited 2020 May 17]. Available from: https://www.lemonde.fr/sante/article/2013/11/24/premiere-plainte-contre-le-vaccin-anticancer-gardasil_3519409_1651302.html

39. Wilson R, Paterson P, Chiu J, Schulz W, Larson H. HPV Vaccination in Japan: The Continuing Debate and Global Impacts. Rep CSIS Glob Health Policy Cent. 2015 Apr;1–28.

40. Vaccines Today. Denmark rebuilding confidence in HPV vaccination [Internet]. Vaccines Today. 2018 [cited 2020 May 16]. Available from: https://www.vaccinestoday.eu/stories/denmark-rebuilding-confidence-hpv-vaccination/

41. Larson HJ, Brocard P, Garnett G. The India HPV-vaccine suspension. The Lancet. 2010 Aug;376(9741):572–3.

42. Buttery JP, Madin S, Crawford NW, Elia S, La Vincente S, Hanieh S, et al. Mass psychogenic response to human papillomavirus vaccination. Med J Aust. 2008 Sep;189(5):261–2.

43. Moro PL, Zheteyeva Y, Lewis P, Shi J, Yue X, Museru OI, et al. Safety of quadrivalent human papillomavirus vaccine (Gardasil®) in pregnancy: Adverse events among non-manufacturer reports in the Vaccine Adverse Event Reporting System, 2006–2013. Vaccine. 2015 Jan;33(4):519–22.

44. Gee J, Weinbaum C, Sukumaran L, Markowitz LE. Quadrivalent HPV vaccine safety review and safety monitoring plans for nine-valent HPV vaccine in the United States. Hum Vaccines Immunother. 2016 Jun;12(6):1406–17.

45. Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC). Human papillomavirus (HPV) vaccines: Assignment Report [Internet]. 2015 [cited 2020 May 16]. Available from: https://www.ema.europa.eu/en/documents/referral/hpv-vaccines-article-20-procedure-assessment-report_en.pdf

46. British Broadcasting Corporation (BBC). Suspension of Government Support for the HPV Vaccine [Internet]. 2015 [cited 2020 May 17]. Available from: https://www.bbc.co.uk/programmes/p02ht8wt

47. Richard J-L, Musezahl M, Basler S, Eckert N. Approaching measles elimination in Switzerland: changing epidemiology 2007–2018. Swiss Med Wkly. 2019 Jun;149:1–10.

48. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 24/2018: Durchimpfung von 2-, 8- und 16-jährigen Kindern in der Schweiz, 2014–2016. 2018;(24):10–5.

49. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 28/2015: Durchimpfung von 2-, 8- und 16-Jährigen in der Schweiz 2011-2013 / Saisonale Grippe 2014/2015 [Internet]. 2015 [cited 2020 Apr 29]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/cc/Kampagnen/Bulletin/2015/BU_28_15_d.pdf.download.pdf/BU_28_15_d.pdf

50. Bundesamt für Gesundheit (BAG). Durchimpfung von 2-, 8- und 16-jährigen Kindern in der Schweiz, 1999-2018 [Internet]. 2019 [cited 2020 May 17]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-b/durchimpfung/tabelle-durchimpfung.xlsx.download.xlsx/tabelle-durchimpfung-191216-de.xlsx

51. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 16/2021: Durchimpfung von 2-, 8- und 16-jährigen Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, 2017–2019 [Internet]. 2021 [cited 2021 Jun 2]. Available from: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/publikationen/periodika/bag-bulletin.html

52. Tarr PE, Gallmann C, Heininger U. Masern in der Schweiz. Swiss Med Forum. 2008 Nov;8(45):868–72.

53. Richard JL. Surveillance and outbreak reports: Large Measles Epidemic in Switzerland from 2006 to 2009: Consequences for the Elimination of Measles in Europe. Euro Surveill. 2009 Dec;1–9.

54. Bundesamt für Gesundheit. Zahlen zu Infektionskrankheiten: Masern [Internet]. 2020 [cited 2020 May 18]. Available from: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/zahlen-und-statistiken/zahlen-zu-infektionskrankheiten.exturl.html/

55. Bundesamt für Gesundheit. Zeckenübertragene Krankheiten – Lagebericht Schweiz [Internet]. 2020 [cited 2020 May 18]. Available from: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/zeckenuebertragene-krankheiten.html

56. Haefeli R. «Die Zeckengefahr wird unterschätzt» [Internet]. Neue Zürcher Zeitung (NZZ). 2018 [cited 2020 May 18]. Available from: https://www.nzz.ch/panorama/zecken-rekordjahr-2018-die-gefahr-wird-unterschaetzt-ld.1398596

57. Arocho V. Rekord bei Zeckenstichen [Internet]. Blick. 2018 [cited 2020 May 18]. Available from: https://www.blick.ch/news/schweiz/schon-14600-arztbesuche-rekord-bei-zeckenstichen-id5241526.html

58. European Centre for Disease Prevention and Control. Seasonal influenza vaccination and antiviral use in EU/EEA Member States – Overview of vaccine recommendations for 2017–2018 and vaccination coverage rates for 2015–2016 and 2016–2017 influenza seasons [Internet]. 2018 [cited 2020 Jul 29]. Available from: https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/seasonal-influenza-antiviral-use-2018.pdf

59. Jorgensen P, Mereckiene J, Cotter S, Johansen K, Tsolova S, Brown C. How close are countries of the WHO European Region to achieving the goal of vaccinating 75% of key risk groups against influenza? Results from national surveys on seasonal influenza vaccination programmes, 2008/2009 to 2014/2015. Vaccine. 2018 Jan;36(4):442–52.

60. Bundesamt für Gesundheit. Nationale Strategie zur Prävention der saisonalen Grippe (GRIPS) 2015-2018 (weiterhin gültig bis Ende 2020) [Internet]. 2014 [cited 2020 Jul 30] p. 60. Available from: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/publikationen/broschueren/publikationen-uebertragbare-krankheiten/strategie-grips.html

61. Bundesamt für Gesundheit. Bericht zur Grippesaison 2020/21 [Internet]. 2021 [cited 2021 Dec 17]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/infektionskrankheiten/grippe/saisonbericht-grippe-2020-21.pdf.download.pdf/saisonbericht-grippe-2020-21.pdf

62. Dietrich L, Abreu De Azevedo M, Wirz S, Schmid-Thurneysen L, Frhlich J, Providoli R, et al. Grippeimpfung: Kritische Beurteilung und praktische Empfehlungen. Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2021 Feb 2;21(2):52–9.

63. Bundesamt für Gesundheit. Schweizerischer Impfplan 2020 [Internet]. 2020 [cited 2020 May 2]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-b/richtlinien-empfehlungen/allgemeine-empfehlungen/schweizerischer-impfplan.pdf.download.pdf/schweizerischer-impfplan-de.pdf

64. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 24/2018: Durchimpfung von 2-, 8- und 16-jährigen Kindern in der Schweiz, 2014–2016 [Internet]. 2018 [cited 2020 May 3]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/cc/Kampagnen/Bulletin/2018/BU_24_18.pdf.download.pdf/BU_24_18_DE.pdf

65. Lei J, Ploner A, Elfström KM, Wang J, Roth A, Fang F, et al. HPV Vaccination and the Risk of Invasive Cervical Cancer. N Engl J Med. 2020 Oct 1;383(14):1340–8.

66. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 10/2015: HPV-Impfung: ergänzende Impfempfehlung für Jungen und Männer im Alter von 11 bis 26 Jahren [Internet]. 2015 [cited 2020 May 19]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/cc/Kampagnen/Bulletin/2015/BU_10_15_d.pdf.download.pdf/BU_10_15_d.pdf

67. Dietrich L, Notter J, Huber B, Wallnöfer A, Huang D, Wingeier B, et al. HPV-Impfung: Update 2019 für die Impfberatung. Swiss Med Forum. 2019 Mar;19(13–14):220–6.

68. Riesen M, Garcia V, Low N, Althaus CL. Modeling the consequences of regional heterogeneity in human papillomavirus (HPV) vaccination uptake on transmission in Switzerland. Vaccine. 2017 Dec;35(52):7312–21.

69. Riesen M, Konstantinoudis G, Lang P, Low N, Hatz C, Maeusezahl M, et al. Exploring variation in human papillomavirus vaccination uptake in Switzerland: a multilevel spatial analysis of a national vaccination coverage survey. Br Med J BJM Open. 2018 17;8(5):1–9.

70. Masserey Spicher V. Bulletin 9/2018: Faktoren, welche Unterschiede in der Durchimpfung zwischen Kantonen in der Schweiz erklären: Ergebnisse der FEVAC-Studie (2014–2015) [Internet]. 2018 [cited 2020 May 15]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/cc/Kampagnen/Bulletin/2018/BU_9_18.pdf.download.pdf/BU_9_18_DE.pdf

71. Masserey Spicher V, Weiss MG. Policy and socio-cultural differences between cantons in Switzerland with high and low adolescent vaccination coverage for hepatitis B and HPV. Vaccine. 2019 Dec;37(52):7539–46.

72. Tarr PE, Deml MJ, Huber BM. Measles in Switzerland – progress made, but communication challenges lie ahead. Swiss Med Wkly. 2019 Jun;149:1–2.

73. Lang P, Zimmermann H, Piller U, Steffen R, Hatz C. The Swiss National Vaccination Coverage Survey, 2005–2007. Public Health Rep. 2011 Jul;126(Supplement 2):97–108.

74. Bundesamt für Gesundheit. Bulletin 23/2015: Die HPV-Impfung in der Schweiz: Resultate einer nationalen Befragung im Jahr 2014 [Internet]. 2015 [cited 2020 May 15]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/cc/Kampagnen/Bulletin/2015/BU_23_15_d.pdf.download.pdf/BU_23_15_d.pdf

75. Attwell K, C. Navin M. Childhood Vaccination Mandates: Scope, Sanctions, Severity, Selectivity, and Salience. Milbank Q. 2019 Dec;97(4):978–1014.

76. Navin MC, Attwell K. Vaccine mandates, value pluralism, and policy diversity. Bioethics. 2019 Nov;33(9):8.

77. Ward JK, Colgrove J, Verger P. France’s risky vaccine mandates. Sills J, editor. Science. 2017 Oct 27;358(6362):458.2-459.

78. MacDonald NE, Harmon S, Dube E, Steenbeek A, Crowcroft N, Opel DJ, et al. Mandatory infant & childhood immunization: Rationales, issues and knowledge gaps. Vaccine. 2018 Sep;36(39):5811–8.

79. Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM). DEGAM-Positionspapier zur Impfpflicht. 2019.

80. Deutsches Netzwerk Evidenz- basierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk). Stellungnahme ebM Netzwerk 2019. 2019.

81. Paterson P, Meurice F, Stanberry LR, Glismann S, Rosenthal SL, Larson HJ. Vaccine hesitancy and healthcare providers. Vaccine. 2016 Dec;34(52):6700–6.

82. Karafillakis E, Larson HJ. The paradox of vaccine hesitancy among healthcare professionals. Clin Microbiol Infect. 2018 Aug;24(8):799–800.

83. Manca T. “One of the greatest medical success stories:” Physicians and nurses’ small stories about vaccine knowledge and anxieties. Soc Sci Med. 2018 Jan;196:182–9.

84. MacDonald NE, Dubé E. Unpacking Vaccine Hesitancy Among Healthcare Providers. EBioMedicine. 2015 Aug;2(8):792–3.

85. Le Marechal M, Fressard L, Agrinier N, Verger P, Pulcini C. General practitioners’ perceptions of vaccination controversies: a French nationwide cross-sectional study. Clin Microbiol Infect. 2018 Aug;24(8):858–64.

86. Karafillakis E, Dinca I, Apfel F, Cecconi S, Wűrz A, Takacs J, et al. Vaccine hesitancy among healthcare workers in Europe: A qualitative study. Vaccine. 2016 Sep;34(41):5013–20.

87. Jafflin K, Deml MJ, Schwendener CL, Kiener LM, Delfino A, Gafner R, et al. Parental and provider vaccine hesitancy in Switzerland: A survey study. SUBMITTED. 2021;

88. Kiener LM, Schwendener CL, Jafflin K, Meier A, Reber N, Schärli S, et al. Vaccine hesitancy and HPV vaccine uptake among male and female youth in Switzerland. SUBMITTED. 2021;

89. Aaby P, Benn CS, Flanagan KL, Klein SL, Kollmann TR, Lynn DJ, et al. The non-specific and sex-differential effects of vaccines. Nat Rev Immunol. 2020 Aug;20(8):464–70.

90. Andersen A, Fisker AB, Nielsen S, Rodrigues A, Benn CS, Aaby P. National Immunization Campaigns With Oral Polio Vaccine May Reduce All-cause Mortality: An Analysis of 13 Years of Demographic Surveillance Data From an Urban African Area. Clin Infect Dis. 2021 May 15;72(10):596–603.

91. Benn CS, Fisker AB, Rieckmann A, Sørup S, Aaby P. Vaccinology: time to change the paradigm? Lancet Infect Dis. 2020 Oct;20(10):274–83.

92. Clipet-Jensen C, Andersen A, Jensen AKG, Aaby P, Zaman K. Out-of-Sequence Vaccinations With Measles Vaccine and Diphtheria-Tetanus-Pertussis Vaccine: A Reanalysis of Demographic Surveillance Data From Rural Bangladesh. Clin Infect Dis. 2021 Apr 15;72(8):1429–36.

93. Bean SJ, Catania JA. Vaccine Perceptions Among Oregon Health Care Providers. Qual Health Res. 2013 Sep;23(9):1251–66.

94. Yaqub O, Castle-Clarke S, Sevdalis N, Chataway J. Attitudes to vaccination: A critical review. Soc Sci Med. 2014 Jul;112:1–11.

95. Schwarzinger M, Verger P, Guerville M-A, Aubry C, Rolland S, Obadia Y, et al. Positive attitudes of French general practitioners towards A/H1N1 influenza-pandemic vaccination: A missed opportunity to increase vaccination uptakes in the general public? Vaccine. 2010 Mar;28(15):2743–8.

96. Holman DM, Benard V, Roland KB, Watson M, Liddon N, Stokley S. Barriers to Human Papillomavirus Vaccination Among US Adolescents: A Systematic Review of the Literature. J Am Med Assoc JAMA Pediatr. 2014 Jan;168(1):76–82.

97. Zimmerman RK, Santibanez TA, Fine MJ, Janosky JE, Nowalk MP, Bardella IJ, et al. Barriers and facilitators of pneumococcal vaccination among the elderly. Vaccine. 2003 Mar;21(13–14):1510–7.

98. Poland GA. The 2009–2010 influenza pandemic: effects on pandemic and seasonal vaccine uptake and lessons learned for seasonal vaccination campaigns. Vaccine. 2010 Sep;28(Suppl 4):D3–13.

99. Holt D, Bouder F, Elemuwa C, Gaedicke G, Khamesipour A, Kisler B, et al. The importance of the patient voice in vaccination and vaccine safety—are we listening? Clin Microbiol Infect. 2016 Dec;22(Suppl 5):146–53.

100. Sanftenberg L, Kuehne F, Anraad C, Jung-Sievers C, Dreischulte T, Gensichen J. Assessing the impact of shared decision making processes on influenza vaccination rates in adult patients in outpatient care: A systematic review and meta-analysis. Vaccine. 2021 Jan;39(2):185–96.

101. Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) / Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin. Autonomie in der Medizin: 7 Thesen. 2020 Nov 5;15(11):1–27.

102. DeStefano F, Bodenstab HM, Offit PA. Principal Controversies in Vaccine Safety in the United States. Clin Infect Dis. 2019 Aug 1;69(4):726–31.

103. DeStefano F. Vaccines and Autism: Evidence Does Not Support a Causal Association. Clin Pharmacol Ther. 2007 Dec;82(6):756–9.

104. Hviid A, Hansen JV, Frisch M, Melbye M. Measles, Mumps, Rubella Vaccination and Autism: A Nationwide Cohort Study. Ann Intern Med. 2019 Apr;170(8):513–21.

105. Gerber JS, Offit PA. Vaccines and Autism: A Tale of Shifting Hypotheses. Clin Infect Dis. 2009 Feb;48(4):456–61.

106. Taylor LE, Swerdfeger AL, Eslick GD. Vaccines are not associated with autism: An evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies. Vaccine. 2014 Jun;32(29):3623–9.

107. Di Pietrantonj C, Rivetti A, Marchione P, Debalini MG, Demicheli V. Vaccines for measles, mumps, rubella, and varicella in children. Cochrane Acute Respiratory Infections Group, editor. Cochrane Database Syst Rev. 2020 Apr;1–423.

108. Uchiyama T, Kurosawa M, Inaba Y. MMR-Vaccine and Regression in Autism Spectrum Disorders: Negative Results Presented from Japan. J Autism Dev Disord. 2007 Feb;37(2):210–7.

109. Honda H, Shimizu Y, Rutter M. No effect of MMR withdrawal on the incidence of autism: a total population study. J Child Psychol Psychiatry. 2005;46(6):572–9.

110. Madsen KM, Hviid A, Vestergaard M, Schendel D, Wohlfahrt J, Thorsen P, et al. A Population-Based Study of Measles, Mumps, and Rubella Vaccination and Autism. N Engl J Med. 2002 Nov;347(19):1477–82.

111. Smeeth L, Cook C, Fombonne E, Heavey L, Rodrigues LC, Smith PG, et al. MMR vaccination and pervasive developmental disorders: a case-control study. The Lancet. 2004 Sep;364:963–9.

112. Lyall K, Croen L, Daniels J, Fallin MD, Ladd-Acosta C, Lee BK, et al. The Changing Epidemiology of Autism Spectrum Disorders. Annu Rev Public Health. 2017;38(1):81–102.

113. Taylor B, Miller E, Farrington CP, Petropoulos M-C, Favot-Mayaud I, Li J, et al. Autism and measles, mumps, and rubella vaccine: no epidemiological evidence for a causal association. The Lancet. 1999 Jun;353:2026–9.

114. Jain A, Marshall J, Buikema A, Bancroft T, Kelly JP, Newschaffer CJ. Autism Occurrence by MMR Vaccine Status Among US Children With Older Siblings With and Without Autism. JAMA. 2015 Apr;313(15):1534–40.

115. Doja A, Roberts W. Immunizations and Autism: A Review of the Literature. Can J Neurol Sci. 2006 Nov;33(4):341–6.

116. Maglione MA, Das L, Raaen L, Smith A, Chari R, Newberry S, et al. Safety of Vaccines Used for Routine Immunization of US Children: A Systematic Review. Pediatrics. 2014 Aug 1;134(2):325–37.

117. Farrington CP, Miller E, Taylor B. MMR and autism: further evidence against a causal association. Vaccine. 2001 Jun;19(27):3632–5.

118. Mrożek-Budzyn D, Kiełtyka A, Majewska R. Lack of Association Between Measles-Mumps-Rubella Vaccination and Autism in Children: A Case-Control Study. Pediatr Infect Dis J. 2010 May;29(5):397–400.

119. Deer B. How the case against the MMR vaccine was fixed. Br Med J. 2011 Jan;342:77–82.

120. Kemp T, Pearce N, Fitzharris P, Crane J, Fergusson D. Is Infant Immunization a Risk Factor for Childhood Asthma or Allergy? Epidemiology. 1997 Nov;8(6):678–80.

121. Hurwitz EL, Morgenstern H. Effects of Diphtheria-Tetanus-Pertussis or Tetanus Vaccination on Allergies and Allergy-Related Respiratory Symptoms Among Children and Adolescents in the United States. J Manipulative Physiol Ther. 2000 Feb;23(2):81–90.

122. Farooqi IS, Hopkin JM. Early childhood infection and atopic disorder. Thorax. 1998 Nov;53(11):927–32.

123. Spycher BD, Silverman M, Egger M, Zwahlen M, Kuehni CE. Routine Vaccination Against Pertussis and the Risk of Childhood Asthma: A Population-Based Cohort Study. Pediatrics. 2009 Mar;123(3):944–50.

124. Destefano F, Gu D, Kramarz P, Truman BI, Iademarco MF, Mullooly JP, et al. Childhood vaccinations and risk of asthma. Pediatr Infect Dis J. 2002 Jun;21(6):498–504.

125. Nilsson L, Kjellman N-IM, Björkstén B. Allergic Disease at the Age of 7 Years After Pertussis Vaccination in Infancy: Results From the Follow-up of a Randomized Controlled Trial of 3 Vaccines. Arch Pediatr Adolesc Med. 2003 Dec;157(12):1184–9.

126. Maher JE, Mullooly JP, Drew L, DeStefano F. Infant vaccinations and childhood asthma among full-term infants: Vaccinations and Asthma. Pharmacoepidemiol Drug Saf. 2004 Jan;13(1):1–9.

127. Grüber C. Childhood immunisations and the development of atopic disease. Arch Dis Child. 2005 Jun;90(6):553–5.

128. Balicer RD, Grotto I, Mimouni M, Mimouni D. Is Childhood Vaccination Associated With Asthma? A Meta-analysis of Observational Studies. Pediatrics. 2007 Nov;120(5):1269–77.

129. Yamamoto-Hanada K, Pak K, Saito-Abe M, Yang L, Sato M, Mezawa H, et al. Cumulative inactivated vaccine exposure and allergy development among children: a birth cohort from Japan. Environ Health Prev Med. 2020 Dec;25(27):1–10.

130. Schlaud M, Schmitz R, Poethko-Müller C, Kuhnert R. Vaccinations in the first year of life and risk of atopic disease – Results from the KiGGS study. Vaccine. 2017 Sep;35(38):5156–62.

131. Martínez-Sernández V, Figueiras A. Central nervous system demyelinating diseases and recombinant hepatitis B vaccination: a critical systematic review of scientific production. J Neurol. 2013 Aug;260(8):1951–9.

132. Mouchet J, Bégaud B. Central Demyelinating Diseases after Vaccination Against Hepatitis B Virus: A Disproportionality Analysis within the VAERS Database. Drug Saf. 2018 Aug;41(8):767–74.

133. Le Houézec D. Evolution of multiple sclerosis in France since the beginning of hepatitis B vaccination. Immunol Res. 2014 Dec;60(2–3):219–25.

134. Girard M. Autoimmune hazards of hepatitis B vaccine. Autoimmun Rev. 2005 Feb;4(2):96–100.

135. Wraith DC, Goldman M, Lambert P-H. Vaccination and autoimmune disease: what is the evidence? The Lancet. 2003 Nov;362(9396):1659–66.

136. Stratton K, Almario D, McCormick M, editors. Immunization Safety Review: Hepatitis B Vaccine and Demyelinating Neurological Disorders. National Academies Press (US); 2002 Oct.

137. Herroelen L. Central-nervous-system demyelination after immunisation with recombinant hepatitis B vaccine. The Lancet. 1991 Nov;338(8776):1174–5.

138. Peretti‐Watel P, Ward JK, Vergelys C, Bocquier A, Raude J, Verger P. ‘I Think I Made The Right Decision … I Hope I’m Not Wrong’ . Vaccine hesitancy, commitment and trust among parents of young children. Sociol Health Illn. 2019 Apr;1192–206.

139. Demicheli V, Rivetti A, Pietrantonj CD, Clements CJ, Jefferson T. Hepatitis B vaccination and multiple sclerosis: evidence from a systematic review. J Viral Hepat. 2003 Sep;10(5):343–4.

140. Maglione MA, Das L, Raaen L, Smith A, Chari R, Newberry S, et al. Safety of Vaccines Used for Routine Immunization of US Children: A Systematic Review. Pediatrics. 2014 Aug;134(2):325–37.

141. Rutschmann OT, McCrory DC, Matchar DB. Immunization and MS: A summary of published evidence and recommendations. Neurology. 2002 Dec;59(12):1837–43.

142. Mailand MT, Frederiksen JL. Vaccines and multiple sclerosis: a systematic review. J Neurol. 2017 Jun;264(6):1035–50.

143. Langer-Gould A, Qian L, Tartof SY, Brara SM, Jacobsen SJ, Beaber BE, et al. Vaccines and the Risk of Multiple Sclerosis and Other Central Nervous System Demyelinating Diseases. J Am Med Assoc JAMA Neurol. 2014 Dec;71(12):1506–13.

144. Elwood JM, Ameratunga R. Autoimmune diseases after hepatitis B immunization in adults: Literature review and meta-analysis, with reference to ‘autoimmune/autoinflammatory syndrome induced by adjuvants’ (ASIA). Vaccine. 2018 Sep;36(38):5796–802.

145. DeStefano F. Vaccinations and Risk of Central Nervous System Demyelinating Diseases in Adults. Arch Neurol. 2003 Apr;60(4):504–9.

146. Confavreux C, Suissa S, Saddier P, Bourdès V, Vukusic S. Vaccinations and the Risk of Relapse in Multiple Sclerosis. N Engl J Med. 2001 Feb;344(5):319–26.

147. Ascherio A, Zhang SM, Hernan MA, Olek MJ, Coplan PM, Brodovicz K, et al. Hepatitis B Vaccination and the Risk of Multiple Sclerosis. N Engl J Med. 2011 Feb;327–32.

148. Sacheli A, Bauer R. Influenza Vaccine-Induced CNS Demyelination in a 50-Year-Old Male. Am J Case Rep. 2014 Aug;15:368–73.

149. Machicado JD, Bhagya-Rao B, Davogustto G, McKelvy BJ. Acute Disseminated Encephalomyelitis following Seasonal Influenza Vaccination in an Elderly Patient. Clin Vaccine Immunol. 2013 Sep;20(9):1485–6.

150. Fujii K, Suyama M, Chiba K, Okunushi T, Oikawa J, Kohno Y. Acute disseminated encephalomyelitis following 2009 H1N1 influenza vaccine: ADEM following influenza vaccine. Pediatr Int. 2012 Aug;54(4):539–41.

151. Maeda K, Idehara R. Acute Disseminated Encephalomyelitis Following 2009 H1N1 Influenza Vaccination. Intern Med. 2012;51(14):1931–3.

152. Shoamanesh A, Traboulsee A. Acute disseminated encephalomyelitis following influenza vaccination. Vaccine. 2011 Oct;29(46):8182–5.

153. Türkoğlu R, Tüzün E. Brainstem encephalitis following influenza vaccination: Favorable response to steroid treatment. Vaccine. 2009 Dec;27(52):7253–6.

154. Nakamura N, Nokura K, Zettsu T, Koga H, Tachi M, Terada M, et al. Neurologic Complications Associated with Influenza Vaccination: Two Adult Cases. Intern Med. 2003 Feb;42(2):191–4.

155. Vellozzi C, Iqbal S, Broder K. Guillain-Barre Syndrome, Influenza, and Influenza Vaccination: The Epidemiologic Evidence. Clin Infect Dis. 2014 Apr;58(8):1149–55.

156. Sandhu SK, Hua W, MaCurdy TE, Franks RL, Avagyan A, Kelman J, et al. Near real-time surveillance for Guillain-Barré syndrome after influenza vaccination among the Medicare population, 2010/11 to 2013/14. Vaccine. 2017 May;35(22):2986–92.

157. Grave C, Boucheron P, Rudant J, Mikaeloff Y, Tubert-Bitter P, Escolano S, et al. Seasonal influenza vaccine and Guillain-Barré syndrome: A self-controlled case series study. Neurology. 2020 May;94(20):2168–79.

158. Shui IM, Rett MD, Weintraub E, Marcy M, Amato AA, Sheikh SI, et al. Guillain-Barré Syndrome Incidence in a Large United States Cohort (2000-2009). Neuroepidemiology. 2012;39:109–15.

159. Israeli E, Agmon-Levin N, Blank M, Shoenfeld Y. Macrophagic Myofaciitis a Vaccine (alum) Autoimmune-Related Disease. Clin Rev Allergy Immunol. 2011 Oct;41(2):163–8.

160. Santiago T, Rebelo O, Negrão L, Matos A. Macrophagic myofasciitis and vaccination: Consequence or coincidence? Rheumatol Int. 2015 Jan;35(1):189–92.

161. Principi N, Esposito S. Aluminum in vaccines: Does it create a safety problem? Vaccine. 2018 Sep;36(39):5825–31.

162. Pellegrino P, Clementi E, Radice S. On vaccine’s adjuvants and autoimmunity: Current evidence and future perspectives. Autoimmun Rev. 2015 Oct;14(10):880–8.

163. Lin R, Tarr PE, Jones TC. Present Status of the Use of Cytokines as Adjuvants with Vaccines to Protect Against Infectious Diseases. Clin Infect Dis. 1995 Dec 1;21(6):1439–49.

164. Masson J-D, Crépeaux G, Authier F-J, Exley C, Gherardi RK. Critical analysis of reference studies on the toxicokinetics of aluminum-based adjuvants. J Inorg Biochem. 2018 Apr;181:87–95.

165. Jefferson T, Rudin M, Di Pietrantonj C. Adverse events after immunisation with aluminium-containing DTP vaccines: systematic review of the evidence. Lancet Infect Dis. 2004 Feb;4(2):84–90.

166. HogenEsch H. Mechanism of Immunopotentiation and Safety of Aluminum Adjuvants. Front Immunol. 2013 Jan 10;3:1–13.

167. Willhite CC, Karyakina NA, Yokel RA, Yenugadhati N, Wisniewski TM, Arnold IMF, et al. Systematic review of potential health risks posed by pharmaceutical, occupational and consumer exposures to metallic and nanoscale aluminum, aluminum oxides, aluminum hydroxide and its soluble salts. Crit Rev Toxicol. 2014 Oct;44(S4):1–80.

168. Wiedermann-Schmidt U, Maurer W. Relevance of additives and adjuvants in vaccines for allergic and toxic side effects. Wien Klin Wochenschr. 2005 Aug;117(15–16):510–9.

169. Offit PA, Jew RK. Addressing Parents’ Concerns: Do Vaccines Contain Harmful Preservatives, Adjuvants, Additives, or Residuals? PEDIATRICS. 2003 Dec 1;112(6):1394–7.

170. Herman LM, Gerbert DA, Larson LW, Léger M-M, McNellis R, OʼDonoghue DL, et al. Vaccines, thimerosal, and neurodevelopmental outcomes: J Am Acad Physician Assist. 2006 Jan;19(1):16–9.

171. Pichichero ME, Gentile A, Giglio N, Umido V, Clarkson T, Cernichiari E, et al. Mercury Levels in Newborns and Infants After Receipt of Thimerosal-Containing Vaccines. Pediatrics. 2008 Jan;121(2):208–14.

172. Baker JP. Mercury, Vaccines, and Autism: One Controversy, Three Histories. Am J Public Health. 2008 Feb;98(2):244–53.

173. Clifton JC. Mercury Exposure and Public Health. Pediatr Clin North Am. 2007 Apr;54(2):237–69.

174. Clements CJ. The evidence for the safety of thiomersal in newborn and infant vaccines. Vaccine. 2004 May;22(15–16):1854–61.

175. Parker SK, Schwartz B, Todd J, Pickering LK. Thimerosal-Containing Vaccines and Autistic Spectrum Disorder: A Critical Review of Published Original Data. Pediatrics. 2004 Sep;114(3):793–804.

176. Fombonne E, Zakarian R, Bennett A, Meng L, McLean-Heywood D. Pervasive Developmental Disorders in Montreal, Quebec, Canada: Prevalence and Links With Immunizations. Pediatrics. 2006 Jul;118(1):139–50.

177. Andrews N. Thimerosal Exposure in Infants and Developmental Disorders: A Retrospective Cohort Study in the United Kingdom Does Not Support a Causal Association. Pediatrics. 2004 Sep;114(3):584–91.

178. King K, Paterson M, Green SK. Global Justice and the Proposed Ban on Thimerosal-Containing Vaccines. Pediatrics. 2013 Jan;131(1):154–6.

179. Lawrence HY, Hausman BL, Dannenberg CJ. Reframing Medicine’s Publics: The Local as a Public of Vaccine Refusal. J Med Humanit. 2014 Jun;35(2):111–29.

180. Kitta A, Goldberg DS. The significance of folklore for vaccine policy: discarding the deficit model. Crit Public Health. 2017 Aug 8;27(4):506–14.

181. Ward P. Labelling anti-vaxxers as bad parents doesn’t help - it just leads to more distrust in science [Internet]. The Guardian. 2019 [cited 2020 May 15]. Available from: https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/may/13/labelling-anti-vaxxers-as-bad-parents-doesnt-help-it-just-leads-to-more-distrust-in-science

182. Donovan JL, Blake DR. Patient non-compliance: Deviance or reasoned decision-making? Soc Sci Med. 1992 Mar;34(5):507–13.

183. Bury M. Health and illness in a changing society. London and New York: Routledge; 1997. 1–220 p.

184. Diana A, Braillard O, Eckert N, Sommer J. Wie gehe ich mit der Impfskepsis meiner Patientinnen und Patienten um? Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2020 Dec 1;20(12):383–7.

185. Rollnick S, Butler CC, Kinnersley P, Gregory J, Mash B. Motivational interviewing. Br Med J [Internet]. 2010 Apr 27 [cited 2021 Jun 2];340. Available from: https://www.bmj.com/lookup/doi/10.1136/bmj.c1900

186. Gagneur A, Gosselin V, Dubé È. Motivational interviewing: A promising tool to address vaccine hesitancy. Vaccine. 2018 Oct;36(44):6553–5.

187. Gagneur A, Lemaître T, Gosselin V, Farrands A, Carrier N, Petit G, et al. A postpartum vaccination promotion intervention using motivational interviewing techniques improves short-term vaccine coverage: PromoVac study. BMC Public Health. 2018 Jun 28;18(1):1–8.

188. Gagneur A, Lemaitre T, Gosselin V, Farrands A, Carrier N, Petit G, et al. Promoting Vaccination at Birth Using Motivational Interviewing Techniques Improves Vaccine Intention: The PromoVac Strategy. J Infect Dis Ther. 2018 Aug 21;6(5):1–7.

189. Gagneur A, Tamerius K. Your Friend Doesn’t Want the Vaccine. What Do You Say? The New York Times. 2021 50;5.

190. Philpott SE, Witteman HO, Jones KM, Sonderman DS, Julien A-S, Politi MC. Clinical trainees’ responses to parents who question evidence-based recommendations. Patient Educ Couns. 2017 Sep;100(9):1701–8.

191. Armstrong D. Actors, patients and agency: a recent history. Sociol Health Illn. 2014 Feb;36(2):163–74.

192. Sointu E. ‘Good’ patient/‘bad’ patient: clinical learning and the entrenching of inequality. Sociol Health Illn. 2017 Jan;39(1):63–77.

193. Higashi RT, Tillack A, Steinman MA, Johnston CB, Harper GM. The ‘worthy’ patient: rethinking the ‘hidden curriculum’ in medical education. Anthropol Med. 2013 Apr;20(1):13–23.

194. Reich JA. “We are fierce, independent thinkers and intelligent”: Social capital and stigma management among mothers who refuse vaccines. Soc Sci Med. 2018 Oct;257:1–9.

195. Jeffery R. Normal rubbish: deviant patients in casualty departments. Sociol Health Illn. 1979;90–107.

196. Wright AL, Morgan WJ. On the creation of ‘problem’ patients. Soc Sci Med. 1990 Jan;30(9):951–9.

197. Wang E, Baras Y, Buttenheim AM. “Everybody just wants to do what’s best for their child”: Understanding how pro-vaccine parents can support a culture of vaccine hesitancy. Vaccine. 2015 Nov;33(48):6703–9.

198. Poland CM, Brunson EK. The need for a multi-disciplinary perspective on vaccine hesitancy and acceptance. Vaccine. 2015 Jan;33(2):277–9.

199. Brunson EK. The Impact of Social Networks on Parents’ Vaccination Decisions. Pediatrics. 2013 May;131(5):1397–404.

200. Benin AL. Qualitative Analysis of Mothers’ Decision-Making About Vaccines for Infants: The Importance of Trust. Pediatrics. 2006 May;117(5):1532–41.

201. Blanchard-Rohner G, Meier S, Ryser J, Schaller D, Combescure C, Yudin MH, et al. Acceptability of maternal immunization against influenza: the critical role of obstetricians. J Matern Fetal Neonatal Med. 2012 Sep;25(9):1800–9.

202. Brown KF, Long SJ, Ramsay M, Hudson MJ, Green J, Vincent CA, et al. UK parents’ decision-making about measles–mumps–rubella (MMR) vaccine 10 years after the MMR-autism controversy: A qualitative analysis. Vaccine. 2012 Feb;30(10):1855–64.

203. Ames HM, Glenton C, Lewin S. Parents’ and informal caregivers’ views and experiences of routine early childhood vaccination communication: qualitative evidence synthesis. In: The Cochrane Collaboration, editor. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2015. p. 1–16.

204. Opel DJ, Heritage J, Taylor JA, Mangione-Smith R, Salas HS, DeVere V, et al. The Architecture of Provider-Parent Vaccine Discussions at Health Supervision Visits. Pediatrics. 2013 Dec;132(6):1037–46.

205. Salmon DA, Pan WKY, Omer SB, Navar AM, Orenstein W, Marcuse EK, et al. Vaccine knowledge and practices of primary care providers of exempt vs. vaccinated children. Hum Vaccin. 2008 Jul;4(4):286–91.

206. Opel DJ, Robinson JD, Heritage J, Korfiatis C, Taylor JA, Mangione-Smith R. Characterizing providers’ immunization communication practices during health supervision visits with vaccine-hesitant parents: A pilot study. Vaccine. 2012 Feb;30(7):1269–75.

207. Bryant KA, Wesley GC, Wood JA, Hines C, Marshall GS. Use of standardized patients to examine physicians’ communication strategies when addressing vaccine refusal: A pilot study. Vaccine. 2009 Jun;27(27):3616–9.

208. Sanchez-Menegay C, Hudes ES, Cummings SR. Patient Expectations and Satisfaction with Medical Care for Upper Respiratory Infections. J Gen Intern Med. 1992;(7):432–4.

209. Hamm RM, Hicks RJ, Bemben DA. Antibiotics and Respiratory Infections: Are Patients More Satisfied When Expectations Are Met? J Fam Pract. 1996 Jul;43(1):56–62.

210. Mangione-Smith R, McGlynn EA, Elliott MN, McDonald L, Franz CE, Kravitz RL. Parent Expectations for Antibiotics, Physician-Parent Communication, and Satisfaction. Arch Pediatr Adolesc Med. 2001 Jul;155(7):800–6.

211. Hong JS, Philbrick JT, Schorling JB. Treatment of upper respiratory infections: do patients really want antibiotics? Am J Med. 1999 Nov;107(5):511–5.

212. Shapiro E. Injudicious antibiotic use: An unforeseen consequence of the emphasis on patient satisfaction? Clin Ther. 2002 Jan;24(1):197–204.

213. Gonzales R. A 65-Year-Old Woman With Acute Cough Illness and an Important Engagement. J Am Med Assoc JAMA. 2003 May;289(20):2701–8.

214. Ong S, Nakase J, Moran GJ, Karras DJ, Kuehnert MJ, Talan DA. Antibiotic Use for Emergency Department Patients With Upper Respiratory Infections: Prescribing Practices, Patient Expectations, and Patient Satisfaction. Ann Emerg Med. 2007 Sep;50(3):213–20.

215. Li J, De A, Ketchum K, Fagnan LJ, Haxby DG, Thomas A. Antimicrobial Prescribing for Upper Respiratory Infections and Its Effect on Return Visits. Fam Med. 2009 Mar;41(3):182–7.

216. Brody D, Miller S, Lerman C, Smith D, Lazaro C, Blum M. The relationship between patients’ satisfaction with their physicians and perceptions about interventions they desired and received. Med Care. 1989 Nov;27(11):1027–35.

217. Deml MJ, Notter J, Kliem P, Buhl A, Huber BM, Pfeiffer C, et al. “We treat humans, not herds!”: A qualitative study of complementary and alternative medicine (CAM) providers’ individualized approaches to vaccination in Switzerland. Soc Sci Med. 2019 Nov;240:1–10.

218. Barsky AJ. The Paradox of Health. N Engl J Med. 1988 Feb 18;414–8.

219. Greenhalgh T. ‘Health for me’: a sociocultural analysis of healthism in the middle classes. Br Med Bull. 2004 Dec 1;69(1):197–213.

220. Siahpush M. Postmodern attitudes about health: a population-based exploratory study. Complement Ther Med. 1999 Sep;7(3):164–9.

221. Gray JAM. Postmodern medicine. The Lancet. 1999;(354):1550–3.

222. Attwell K, Ward PR, Meyer SB, Rokkas PJ, Leask J. “Do-it-yourself”: Vaccine rejection and complementary and alternative medicine (CAM). Soc Sci Med. 2018 Jan;196:106–14.

223. Haerlin B, Parr D. How to restore public trust in science. Nature. 1999 Aug;400(6744):499.

224. Hobson-West P. ‘Trusting blindly can be the biggest risk of all’: organised resistance to childhood vaccination in the UK. Sociol Health Illn. 2007 Mar;29(2):198–215.

225. Evangelatos N, Satyamoorthy K, Brand A. Personalized health in a public health perspective. Int J Public Health. 2018 May;63(4):433–4.

226. Barsky A, Borus J. Somatization and Medicalization in the Era of Managed Care. J Am Med Assoc. 1995;274(24):4.

227. Gale N. The Sociology of Traditional, Complementary and Alternative Medicine: Traditional, Complementary and Alternative Medicine. Sociol Compass. 2014 Jun;8(6):805–22.

228. Bundesamt für Gesundheit, der Bundesrat. Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) [Internet]. 2017 [cited 2021 Jun 2]. Available from: https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/i-und-i/nsi/nsi-strategie-vollversion.pdf.download.pdf/nsi-strategie-vollversion-de.pdf

229. Wolf U, Maxion-Bergemann S, Bornh G, Matthiessen PF, Wolf M. Use of Complementary Medicine in Switzerland. Forsch Komplementärmedizin. 2006;13(Suppl 2):4–6.

230. Simões-Wüst AP, Rist L, Dettling M. Self-Reported Health Characteristics and Medication Consumption by CAM Users and Nonusers: A Swiss Cross-Sectional Survey. J Altern Complement Med. 2014 Jan;20(1):40–7.

231. Klein SD, Torchetti L, Frei-Erb M, Wolf U. Usage of Complementary Medicine in Switzerland: Results of the Swiss Health Survey 2012 and Development Since 2007. Lafrenie RM, editor. Public Libr Sci PLoS ONE. 2015 Oct;10(10):1–10.

232. Wardle J, Frawley J, Steel A, Sullivan E. Complementary medicine and childhood immunisation: A critical review. Vaccine. 2016 Aug;34(38):4484–500.

233. Hornsey MJ, Lobera J, Díaz-Catalán C. Vaccine hesitancy is strongly associated with distrust of conventional medicine, and only weakly associated with trust in alternative medicine. Soc Sci Med. 2020 Jun;255(113019):1–6.

234. Browne M, Thomson P, Rockloff MJ, Pennycook G. Going against the Herd: Psychological and Cultural Factors Underlying the ‘Vaccination Confidence Gap’. Perales JC, editor. Public Libr Sci PLoS ONE. 2015 Sep;10(9):1–14.

235. Bryden GM, Browne M, Rockloff M, Unsworth C. Anti-vaccination and pro-CAM attitudes both reflect magical beliefs about health. Vaccine. 2018 Feb;36(9):1227–34.

236. Jessop LJ, Murrin C, Lotya J, Clarke AT, O’Mahony D, Fallon UB, et al. Socio-demographic and health-related predictors of uptake of first MMR immunisation in the Lifeways Cohort Study. Vaccine. 2010 Aug;28(38):6338–43.

237. Rozbroj T, Lyons A, Lucke J. Psychosocial and demographic characteristics relating to vaccine attitudes in Australia. Patient Educ Couns. 2019 Jan;102(1):172–9.

238. Wardle J, Frawley J, Adams J, Sibbritt D, Steel A, Lauche R. Associations between complementary medicine utilization and influenza/pneumococcal vaccination: Results of a national cross-sectional survey of 9151 Australian women. Prev Med. 2017 Dec;105:184–9.

239. Zuzak TJ, Zuzak-Siegrist I, Rist L, Staubli G, Simoes-Wüst AP. Attitudes towards vaccination: users of complementary and alternative medicine versus non-users. Swiss Med Wkly. 2008 Nov;138(47–48):713–8.

240. Internationale Vereinigung Anthroposophischer Ärztegesellschaften (IVAA). Stellungnahme der Anthroposophischen Medizin zu Impfungen [Internet]. 2019 [cited 2020 May 15]. Available from: https://www.ivaa.info/fileadmin/user_upload/pdf/brochures_and_books/Vaccine_Statement_Med_Section___IVAA_15April2019.pdf

241. Schweizerischer Verein homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA). Stellungnahme zu den Impfungen [Internet]. 2019 [cited 2020 Mar 12]. Available from: http://www.svha.ch/uploaded/files/Stellungnahme_Impfungen_2019.pdf

242. Verein anthroprosophisch orientierter Ärzte in der Schweiz. Stellungnahme der VAOAS zu Impfungen [Internet]. 2019 [cited 2020 Mar 12]. Available from: https://vaoas.ch/wp-content/uploads/2019/05/vaoas_stellungnahme_impfungen.pdf

243. Altwegg O, Weisskopf S, Mattmller M, Spieler P, Grandinetti T, Hilfiker A, et al. Akute Blasenentzündung – Behandlung ohne Antibiotika. Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2020 Jan;20(1):23–8.

244. Germann M, Hilfiker A, Huber BM, Rosamilia C, Grandinetti T, Wingeier B, et al. Immunstimulation zur Prävention und Therapie von akuten ­Luftwegsinfektionen. Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2019 Nov;19(11):345–9.

§

Verpassen Sie keinen Artikel!

close