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Lehre

SAFMED – Swiss Academy of Family Medicine

Die SARS-CoV-2-Pandemie aus der Sicht der Institute für Hausarztmedizin

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2022.20128
Veröffentlichung: 06.04.2022
Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2022;22(4):110-112

Sommer Johanna a, Zeller Andreasb, Rodondi Pierre-Yvesc, Streit Svend, Merlo Christophe, Graf Simonf, Haller Dagmarg, Neuner-Jehle Stefanh, Senn Nicolasi

a Leiterin Institut universitaire Médecine de Famille et de l’Enfance

b Leiter Universitäres Zentrum für Hausarztmedizin beider Basel

c Leiter Institut für Hausarztmedizin Fribourg

d Berner Insititut für Hausarztmedizin

e Leiter Institut für Hausarztmedizin und Community Care Luzern

f Leiter Zentrum für Hausarztmedizin St Gallen

g Forschungsleiterin, Institut universitaire Médecine de Famille et de l’Enfance

h Institut für Hausarztmedizin Zürich

i Leiter Département de médecine de famille, Unisanté Lausanne 

Die Direktoren der Schweizerischen Institute für Hausarztmedizin tauschten im Rahmen der SAFMED (Swiss Academy of Familiy Medicine) im Frühling 2021 ihre Erfahrungen über die nötigen Anpassungen in der hausärztlichen Bildung und Forschung im Rahmen der COVID-19-Pandemie aus. Seit der Niederschrift dieses Artikels ist etwas Zeit vergangen, so dass einige der beschriebenen konkreten Beispiele nicht mehr vollständig aktuell sein mögen (und viele andere Aktivitäten dazugekommen sind). Der Text beschreibt die Reaktionsbereitschaft unserer akademischen hausärztlichen Strukturen auf die veränderte Situation und zeigt auch neue Denkansätze zu den Entwicklungen unserer zukünftigen Arbeit auf.

Einführung

Die COVID-19-Pandemie stellt uns vor Herausforderungen, die wir als Individuum, Gesellschaft oder auch als universitäre Institute für Hausarztmedizin noch nie erlebt haben. Gefragt in diesen speziellen Zeiten sind ein kluger und umsichtiger Umgang mit Unsicherheiten, ein hohes Mass an adaptiver Flexibilität und innovative Ideen.

Die COVID-19-Pandemie zeigt in vielerlei Hinsicht die Stärken und Schwächen eines grundsätzlich sehr gut funktionierenden Schweizer Gesundheitssystems auf. Die essentielle Rolle der Haus- und Kinderärztinnen und -ärzte bezüglich Pandemie-Management wurde eingehend betont und beschrieben [1]. Während der ersten Welle bestand für die Hausärzteschaft eine gewisse Schwierigkeit, die Rolle als Erstanlaufstelle bei medizinischen Problemen auszuüben, da den Patientinnen und Patienten empfohlen wurde, zu Hause zu bleiben und der Praxisbetrieb mehrheitlich auf Telefonkonsultationen reduziert wurde. Glücklicherweise konnte die Hausärzteschaft ihre gewohnte Tätigkeit im Verlauf wieder aufnehmen und war so in der Lage, die enge Verbindung zur Bevölkerung aufrechtzuerhalten, die medizinische Grundversorgung zu gewährleisten und die stationären Einrichtungen zu entlasten.

Dieser Artikel stammt von SAFMED (Swiss Academy of Family Medicine, www.safmed.ch). SAFMED ist der Dachverband der universitären Institute für Hausarztmedizin in der Schweiz. Das Ziel dieser Publikation ist zu veranschaulichen, was die Institute für Hausarztmedizin zur Bewältigung der Pandemie in der Lehre und Forschung bisher beitragen konnten.

Auswirkungen der Pandemie auf die hausärztliche Ausbildung der ­Medizinstudierenden

Unter Zeitdruck und mit viel innovativen Ideen wurde das Lehrangebot für die Medizinstudierenden pandemiebezogen adaptiert. Oberstes Ziel war die Umstellung auf einen attraktiven Online-Unterricht, wobei immer versucht wurde, die Interaktion mit den Studierenden mit Hilfe geeigneter digitaler Anwendungen während der Kurse zu erhalten. Dies gelang durch den Einbau von Online-Abstimmungen oder durch Programmanwendungen, die ermöglichen, während des Kurses Fragen zu stellen und zu diskutieren (z.B. Chat, Speak-up, Mentimeter, Pingo, u.a.m.). Eine grosse ­Anzahl von Seminaren konnte durch interaktive Online-Seminare über Telefonkonferenzen durchgeführt ­werden. Die Kurse zur Arzt-Patienten-Kommunikation wurden durch Fernlernseminare ersetzt, wobei der Schwerpunkt auf Interaktivität, Gruppendiskussionen und interaktiven Rollenspielen lag, zuweilen auch unter Beteiligung von simulierten Kranken. Sowohl Dozierende als auch Studierende schätzten es sehr, dass der Unterricht interaktiv fortgesetzt werden konnte und waren von der Qualität dieses Unterrichts überrascht [2]. In Zürich wurde ein Kommunikationskurs via Telemeeting mit hochbetagten Patientinnen und Patienten in Heimen durchgeführt; eine völlig neue Erfahrung für die Bewohnerschaft.

Die Hausarztmedizin erfordert auch das Erlernen von klinischen Fertigkeiten (Clinical-Skills oder z.B. Ausbildung in Ultraschall). Diese Trainings konnten unter Einhaltung der Hygienemassnahmen der jeweiligen Universitäten mehrheitlich weiterhin face-to-face durchgeführt werden. Eine in Genf durchgeführte Umfrage zeigt, dass die Lehrkräfte während der ersten Welle den vorübergehenden Rückgang der Zahl der Konsultationen in ihren Praxen nutzen konnten, die spezifische Unterrichtszeit für ihre Auszubildenden zu erhöhen.

Besondere Herausforderungen ergaben sich für die ­Institute für Hausarztmedizin in Luzern, Freiburg und St. Gallen und verlangten Flexibilität, Innovation und Mehrarbeit bei der Gestaltung der Curricula. An der Universität Luzern und St. Gallen startete im September 2020 die erste Kohorte von Medizinstudierenden im Joint Master mit der Universität Zürich mitten in der Pandemie, kurz vor der zweiten Welle. In Freiburg startete der Master in Medizin mit einem ersten Durchgang im September 2019 und benötigte nur wenige Monate später einschneidende pandemiebedingte Anpassungen. Der neue Kurs in Pharmazie an der Universität Bern, der vom Team des Instituts für Hausarztmedizin Bern für eine Kohorte von 25 Studierenden organisiert wird, konnte dagegen dank eines Hörsaals mit 180 Plätzen face-to-face starten. In St. Gallen wurde die Einführung des «teambasierten Lernens» durch die nötige ­Online-Anpassung erschwert. Auch die postgraduelle Weiterbildung in Hausarztmedizin von Assistenzärztinnen und -ärzten war betroffen. Dank der kantonalen Unterstützung (St. Gallen) konnten einige Assistenzarztstellen in der Praxis verlängert werden. Die zu Beginn der Pandemie abnehmenden Patientenzahlen und verminderten Patientenkontakte der Praxisassistentinnen und -assistenten konnten so ausgeglichen werden. Alle diese pandemiebedingten Umstrukturierungen und Anpassungen setzten alle Institute unter grossen Druck, aber das dankbare Feedback der Studierenden belohnte diese Anstrengungen.

Hausarztmedizin und das ­Gesundheitssystem

Die Institute für Hausarztmedizin haben sich seit Beginn der Pandemie in Abstimmung mit Gesundheitsbehörden und Berufsverbänden intensiv an der Erstellung von klinischen Leitlinien für die Hausärzteschaft zur Etablierung geeigneter Strukturen für das Management von Personen mit COVID-19 im Praxisumfeld beteiligt.

In Lausanne [3], Freiburg [4] und Genf [5] wurden Internetseiten entwickelt, auf denen alle nützlichen Informationen und Empfehlungen für die Versorgung von Patientinnen und Patienten während der Pandemie gesammelt werden. Diesen Seiten werden regelmässig aktualisiert und von den in der Hausarztpraxis tätigen Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzt.

Auch hinsichtlich der Empfindung einer gewissen Einsamkeit unter Pandemiebedingungen in der täglichen Arbeit und einer politischen Situation, in der sich die Grundversorger ihren essentiell wichtigen Platz im Gesundheitssystem definieren müssen, haben sich die Institute positioniert: Zum einen, indem sie sich als unverzichtbare Gesprächspartner der Kantonsärztlichen Dienste (z.B. in den Kantonen Waadt, Genf) positionierten oder wie in Genf interaktive Telefonkonferenzen organisierten, an denen regelmässig der Kantonsärzt­liche Dienst, Spezialistinnen und Spezialisten der Genfer Universitätskliniken und rund 300 Hausärztinnen und -ärzte teilnahmen. Ärztinnen und Ärzte konnten so aus erster Hand aktuelle Informationen erhalten und die für die Grundversorgung wichtigen Fragen stellen, um ein optimales Management ihrer Patientinnen und Patienten in der Pandemie zu garantieren. In St. Gallen entwickelte das Institut für Hausarztmedizin Empfehlungen für das Vorgehen bei Verdacht auf eine COVID-19-Infektion in Betagtenzentren und für ältere Personen, die zu Hause gepflegt werden [10]. Und schliesslich sind auch zwei Hausärzte in der Swiss National COVID-19 Science Task Force vertreten, wodurch die Gruppe «Clinical Care» das ganze Spektrum von ambulant bis stationär abdeckt und in regelmässigen Policy Briefs z.B. zu Behandlungsmöglichkeiten oder Long Covid die Evidenz zusammentragen.

Über ihre Vertreter in der Programmkommission Sentinella Schweiz beim BAG konnten sich die Institute für Hausarztmedizin an der Umsetzung der epidemiologischen Überwachung der COVID19-Pandemie in den Hausarztpraxen beteiligen, parallel zur üblichen Überwachung der Grippeepidemie [7–8].

Im Kanton Waadt entstand zwischen dem Département de médecine de famille, der Direction générale de la santé (DGS) und dem Kantonsarzt eine enge Koopera­tion, um ein kantonales Überwachungssystem für ­COVID-19 einzurichten und Indikatoren zur Überwachung der Pandemie zu erstellen. In der Folge wurde im Auftrag der DGS Anfang 2021 ein kantonales Programm mit dem Namen Sentinelle vaudois en médecine de famille (programmme Covid-FM) eingerichtet. Es wird erwartet, dass mehr als 50 Hausärztinnen und -ärzte an diesem Netzwerk teilnehmen werden. Ziel ist, ein besseres Verständnis der Langzeitfolgen durch COVID-19 (Long-COVID-Syndrom) bei hausärztlichen Pa­tientinnen und Patienten zu generieren. Ausserdem war die Pandemie für das Département de Médecine de Famille de Lausanne der Anlass für eine internationale Zusammenarbeit mit anderen Ländern, um Erfahrungen in der Familienmedizin auszutauschen [9].

Auswirkungen der Pandemie auf die hausärztliche Forschung

Wie auch in anderen Disziplinen ist in der hausärzt­lichen Forschung die COVID19-Pandemie ein brand­aktuelles Thema. Während einige Studien verschoben oder unterbrochen werden mussten, konnten in anderen Studien telefonische Nachuntersuchungen aufgrund der pandemiebedingten besseren Verfügbarkeit der Patientinnen und Patienten einfacher durchgeführt werden. Die Forschungsaktivität förderte auch eher unerwartete Erfahrungen zu Tage. So schätzen die meisten Erkrankten die telefonischen Kontakte sehr und berichteten spontan, dass sich durch diesen sozialen Kontakt ihre Einsamkeit verbesserte.

Zwei Institute (Bern und Lausanne) nehmen am Forschungsprojekt Corona-immunitas (www.corona-immunitas.ch) teil, das von der Swiss School of Public Health (SSPH+) mit dem Ziel entwickelt wurde, die Immunität gegen die Krankheit auf nationaler Ebene zu untersuchen. In Genf hat die Pandemie eine Vielzahl von Forschungsfragen im klinischen Bereich wie auch in der Lehre aufgeworfen. Es konnten bereits mehrere Arbeiten oder Richtlinien publiziert werden [2, 10–15]. Das Team des Institut de médecine de famille de Genève war ein Pionier bezüglich Beschreibung des inzwischen weitgehend etablierten Zusammenhangs zwischen SARS-CoV2-Infektion und Anosmie/Ageusie [11].

Als Kooperation unter den Instituten für Hausarzt­medizin bewarb sich SAFMED für Gelder vom Schweizerischen Nationalfonds für ein gross angelegtes Projekt zum Thema Auswirkungen und Entwicklung der COVID-19-Erkrankung im ambulanten/hausärztlichen Bereich. Mehrere Projekte wurden von mehreren Instituten gemeinsam eingereicht, ohne jedoch eine finanzielle Unterstützung erhalten zu haben. Die Institute suchen weiter nach Mitteln, die einen deutlichen Fortschritt im Verständnis dieser Krankheit in der Hausarztmedizin ermöglichen würden.

Im Institut Zürich wurde in Kollaboration mit dem Berner Institut eine retrospektive Kohortenstudie mit Routinedaten aus den Praxen durchgeführt, die untersucht, wie sich die Pandemie auf die Versorgung von Indexkrankheiten auswirkt (vor allem auf chronische Krankheiten). Ausserdem ist eine Studie geplant, welche retrospektiv die Auswirkung des Lockdowns auf die Antibiotikaverschreibung unter der Hausärzteschaft untersucht. Das Basler Institut konnte mit einer Online-Umfrage bei rund tausend Personen aus der Schweiz zeigen, dass die Hausärztin/der Hausarzt während des Lockdowns die wichtigste Ansprechperson für Fragen der Gesundheit war, noch ausgeprägter als in nicht pandemischen Zeiten [16]. Dies untermauert die Bedeutung des Vertrauens der Bevölkerung zu den Grundversorgern und die Bedeutung der Beratung, die sie gerade in Zeiten verwirrlicher Informationspolitik leisten. Im gleichen Institut konnte mit einer repräsentativen Stichprobe gezeigt werden, dass 30% der Bevölkerung während der Pandemie über psychische Beschwerden berichtete [17]. 

Schliesslich ist noch erwähnenswert, dass zwei Hausärztinnen und -ärzte Mitglieder der Nationalen Wissenschaftlichen COVID-19 Task Force sind, einer davon ein Mitarbeiter bei einem der Hausarztinstitute. 

Fazit

Die Pandemie hat den Schweizer Instituten für Hausarztmedizin viele Hürden, zusätzliche Aufgaben, aber auch spannende Herausforderungen beschert. Diese turbulenten Zeiten erlauben, die Hausarztmedizin als unverzichtbarer Partner in einem durch die Pandemie stark geforderten Gesundheitssystem zu positionieren. Zudem können Medizinstudierende durch innovative Anpassungen der universitären Lehre weiterhin durch ein attraktives Studium geführt werden. Auch in der Forschung ist die Hausarztmedizin sehr aktiv und erfolgreich, Daten und Resultate zum besseren Verständnis der SARS-Cov-2-Infektion zu generieren. Wir hoffen, dass SAFMED die nötige Unterstützung erhält, um die Entwicklung eines nationalen Netzwerks der Zusammenarbeit in Lehre und Forschung fortzusetzen, immer mit dem Ziel, zu einer optimalen Versorgung der Bevölkerung in schwierigen Zeiten beizutragen.

Disclosure statement

Die Autoren haben keine finanziellen oder persönlichen Verbindungen im Zusammenhang mit diesem Beitrag deklariert.

Korrespondenzadresse

Prof. Dr méd. ­Johanna ­Sommer

Directrice de l’luMFE

Anciennement UIGP

Université de Genève | ­Faculté de médecine – CMU

1, rue Michel-Servet

CH-1211 Genève 4

johanna.sommer[at]unige.ch

Literatur

1. Huber F, Luchsinger P. Le rôle des généralistes et pédiatres dans la lutte contre le Covid-19. Bull Med Suisses. 2020;101(46):1530–1. http://dx.doi.org/10.4414/bms.2020.19321

2. Junod Perron N, Dominicé Dao M, Rieder A, Sommer J, Audétat MC. Online Synchronous Clinical Communication Training During the Covid-19 Pandemic. Adv Med Educ Pract. 2020 Dec;11:1029–36. http://dx.doi.org/10.2147/AMEP.S286552 PubMed

3. www.unisante.ch/fr/centre-medical/professionnels-sante/covid-19-medecine-generale

4. www.fricovid.ch

5. https://www.unige.ch/medecine/uigp/evenements/carrousel/introduction/

6. https://www.bag.admin.ch/bag/fr/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/situation-schweiz-und-international.html

7. Savoy M, Haller DM, Rytz R, Mueller Y. COVID-19 et téléconsultations : gestion de la crise dans les cabinets de médecins du réseau Sentinella en Suisse selon une étude observationnelle prospective. Prim Hosp Care. Forthcoming.

8. Müller Chabloz Y, Haller-Hester D, Ziegler L. Surveillance épidémiologique du covid-19: stratégie sentinella vs coronella. Rev Med Suisse. 2020 May;16(695):1123. http://dx.doi.org/10.53738/REVMED.2020.16.695.1123 PubMed

9. www.revmed.ch/RMS/2020/RMS-N-713

10. https://www.palliative-ostschweiz.ch/fileadmin/Dateiliste/palliative_otschweiz/COVID-19/Entscheidungsfindungsinstrument_COVID_19.pdf

11. Sebo P, Maisonneuve H, Lourdaux J, Cuzin C, Floquet M, Tudrej B Self-reported symptoms in French primary care SARS-CoV-2 patients: association with gender and age group. Fam Pract. 2021 Aug;38 Suppl 1:i37–44. http://dx.doi.org/10.1093/fampra/cmab009 PubMed

12. Tudrej B, Sebo P, Lourdaux J, Cuzin C, Floquet M, Haller DM Self-reported loss of smell and taste in SARS-CoV-2 patients: primary care data to guide future early detection strategies. J Gen Intern Med. 2020 Aug;35(8):2502–4. http://dx.doi.org/10.1007/s11606-020-05933-9 PubMed

13. Beran D, Aebischer Perone S, Castellsague Perolini M, Chappuis F, Chopard P, Haller DM Beyond the virus: ensuring continuity of care for people with diabetes during COVID-19. Prim Care Diabetes. 2021 Feb;15(1):16–7. http://dx.doi.org/10.1016/j.pcd.2020.05.014 PubMed

14. Haller DM, Sebo P, Tudrej B, Maisonneuve H. Is a COVID-19 prediction model based on symptom tracking through an app applicable in primary care? Fam Pract. 2020 Nov;37(6):866–7. http://dx.doi.org/10.1093/fampra/cmaa069 PubMed

15. Voirol C, Sader J, Audétat MC. COVID-19: How to Reduce Some Environmental and Social Impacts? Ann Glob Health. 2020 Nov;86(1):139. http://dx.doi.org/10.5334/aogh.3104 PubMed

16. Audétat MC, Sader J, Coen M. Clinical reasoning and COVID 19 pandemic: current influencing factors Let us take a step back! Intern Emerg Med. 2020;•••:1–3. PubMed

17. Giezendanner S, Fischer R, Diaz-Hernandez L, Zeller A. The Use of Health Care during the SARS-CoV-2 Pandemic: repeated cross-sectional survey of the adult Swiss general population. BMC Fam Pract. Submitted to 2020 Dec;18.

18. Diaz Hernandez L, Giezendanner S, Fischer R, Zeller A. The effect of COVID-19 on mental well-being in Switzerland: a cross-sectional survey of the adult Swiss general population [revised manuscript]. BMC Fam Pract. 2021 Sep;22(1):181. http://dx.doi.org/10.1186/s12875-021-01532-7 PubMed

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