Aktuelles

Forschung in der medizinischen Grundversorgung

Finanzielle Unterstützung des KHM auch 2022 sehr gefragt!

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2022.20197
Veröffentlichung: 07.09.2022
Prim Hosp Care Allg Inn Med. 2022;22(9):264-264

Egli Fabian

Leiter Kommunikation KHM

Starthilfegeld 2022

Auch im Jahr 2022 hat das Kollegium für Hausarztmedizin (KHM) einen Aufruf für innovative Projekte zur Beantragung von Starthilfegeldern gestartet.

Zur Erinnerung: Ziel des Starthilfegeldes ist es, den Start innovativer Forschungsprojekte oder sonstiger Neuentwicklungen in der Grundversorgung zu fördern. Es ist als einmalige Anschubfinanzierung gedacht und richtet sich primär an junge Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung (Haus- und Kinderarzt­medizin). Pro Jahr werden höchstens vier Projekte mit einem Maximalbetrag von 40 000 Franken pro Projekt unterstützt.

Die eingegangenen Projekte wurden alle einer unabhängigen, internationalen Jury vorgelegt und von dieser auf Grundlage der folgenden Kriterien bewertet:

  • Innovation und Originalität;
  • Praxisrelevanz;
  • methodische Qualität;
  • Machbarkeit.

Der Schlussentscheid über die Vergabe der Starthilfegelder lag beim Stiftungsrat KHM, der erfreulicherweise die folgenden drei Projekte berücksichtigen konnte:

  • «Job dissatisfaction: what is the situation of Swiss general practitioners?» von Christine Cohidon et al.
  • «Changes in prevalence of short and continuous Zolpidem and Benzodiazepine prescription in Switzerland. Evidence from insurance claims data 2010–2019.» von Tamara Scharf et al.
  • «Was the introduction of new evidence and new guidelines for treatment of subclinical hypothyroidism associated with change in trends of levothyroxine prescriptions by general practitioners in Switzerland? An interrupted time series analysis from 2015–2021.» von Mirah Stuber et al.

Forschungsfonds 2022

Der Forschungsfonds ist jedes Jahr einem anderen Thema gewidmet und stand 2022 unter dem Motto «Self-care und Patientenaufklärung». Die Projekte werden aufgrund der Kriterien Wichtigkeit und Relevanz des Themas für die Hausarztmedizin, Methodologie und Machbarkeit im Rahmen des Budgets bewertet. Es wurden zahlreiche Projekte eingereicht, doch schliesslich überzeugte dasjenige von Carole Aubert nicht nur die Jury, sondern gleichermassen auch den Stiftungsrat KHM. Den Zuspruch für den diesjährigen Forschungsfonds erhielt somit das Projekt «Sedative-hypnotic in ­older adults with sleep problems in Switzerland: general practitioner determinants of (de)prescribing and patient self-care educational materials» von Carole Aubert et al.

Fonds Interprofessionalität 2022

Der Fonds Interprofessionalität seinerseits hat zum Ziel, die Zusammenarbeit von interprofessionellen Teams zu verbessern. Die eingereichten Projekte müssen also keinem bestimmten Thema gewidmet sein, dafür aber mindestens zwei Berufsgruppen aus der Hausarztmedizin umfassen. Auch hier sind wiederum einige interessante Projekte eingegangen. Nach einer ersten internen Evaluation wurden drei Projekte für eine Kurzpräsentation vor einer Delegation des Stiftungsrates KHM ausgewählt. Diese hat anschliessend entschieden, dass das Projekt «Social issues in general practice – an interprofessional perspective of general practitioners and social workers on frequency, challenges, and needs.» von Andreas Zeller den Zuspruch für den diesjährigen Fonds Interprofessionalität erhält.

Wir wünschen allen Gewinnerinnen und Gewinnern viel Erfolg mit ihren Projekten.

Das Kollegium für Hausarztmedizin wird sich auch im nächsten Jahr wieder gezielt für die Forschung in der medizinischen Grundversorgung einsetzen. Erfahren Sie mehr hierzu über den QR-Code:

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Redaktionelle ­Verantwortung:

François Héritier, KHM

Korrespondenzadresse

Kollegium für

Hausarztmedizin KHM

Rue de l’Hôpital 15

Postfach 592

CH-1701 Freiburg

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