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19. KHM-Kongress 2017, 22.–23. Juni, KKL Luzern, «Gegensätze: dick & dünn»

Mehr als nur die körperliche 
Dimension

Franziska Zogg, Regula Capaul, Pius Bürki, Marc Müller

DOI: 10.4414/phc-d.2017.01561
Veröffentlichung: 10.05.2017
Prim Hosp Care (de). 2017;17(09):170-171

«Durch Dick und Dünn» – ein Aspekt, mit dem sich die Ärzteschaft in der Medizin tagtäglich in den verschiedensten Facetten auseinandersetzt und der viel zu bieten hat. Die Fortbildungstagung des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM) wird im Juni in Luzern diese Facetten beleuchten. Themenschwerpunkte wie «Dicke und dünne Haut», «Dünnes Eis», «Dickdarm» oder «Dickes und dünnes Blut» machen neugierig und versprechen spannende Einblicke in unterschiedlichste Dimensionen des hausärztlichen Praxisalltags.

Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern bildet in diesem Jahr erneut den perfekten Rahmen für alle Teilnehmenden der Fortbildungstagung des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM). Während zweier Tage können sich die Spezialistinnen und Spezialisten der Hausarztmedizin in verschiedenen Dimensionen bewegen und austauschen: Einerseits Wissen auffrischen oder fachlich vertiefen, andererseits im Dialog mit über 1000 Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichsten Fachdisziplinen Ideen und Anregungen für den Praxisalltag erhalten.

Mehrdimensionale Highlights 2017

Das diesjährige Programm des KHM-Kongresses zeigt sich praxisnah und facettenreich. Zu den 4 Hauptreferaten und 3 Seminarreihen (mit 26 Seminaren) werden insgesamt 20 Fachmodule aus den Bereichen Gynäkologie, Psychiatrie, Geriatrie, Pädiatrie sowie Gesundheitscoaching und Qualität angeboten.

Angereichert wird der Kongress mit Spezialsymposien aus Politik, Wirtschaft und Standesorganisationen. Frühstücks-, Appetizer- und Lunchsymposien laden nicht nur zur fachlichen Verköstigung vielfältiger Themen (z.B. Schmerztherapie, Angsterkrankungen, Diabetesforschung, Altern, Osteoporose, Rhinitis, Subjective Cognitive Decline (SCD), Gicht, Rheumatologie, Phytologie, Eisenmangel) ein, sondern auch zum 
Kennenlernen und zum angeregten, fachlichen Austausch.

Highlights sind ausserdem die KHM-Prämierungen für herausragende Errungenschaften in der Hausarztmedizin: Der KHM-Forschungspreis und der KHM-Kopf des Jahres.

Dass ärztliche Fortbildung nicht ausschliesslich einer fachlichen, sondern auch einer kulturellen Dimension bedarf, haben die Erfahrungen des letzten Jahres überzeugend bestätigt. Diesjähriges kulturelles Highlight ist die Darbietung «Durch dick und dünn für den Beruf», präsentiert vom Ensemble des Theaters Knotenpunkt. Die Schauspielerinnen und Schauspieler werden – unter Einbezug der Zuschauerinnen und Zuschauer – ihre Erfahrung im Umgang mit Ärztinnen und Ärzten in spannenden und unterhaltsamen Szenen mit Tiefgang und Humor vorstellen.

Interdisziplinärer und 
interprofessioneller Austausch

Die Möglichkeit, einen Teil der Weiterbildung in der Praxis zu absolvieren, ist für angehende Hausärztinnen und Hausärzte unverzichtbar und anerkanntermassen eine der wichtigsten Massnahmen zur Nachwuchsförderung in der Hausarztmedizin. Unter dem Titel «Praxis-Assistenz» diskutieren am standespolitischen Roundtable ausgewiesene Experten und Mitglieder der Stiftung zur Förderung der Weiterbildung in Hausarztmedizin (WHM) und der Jungen Hausärztinnen und -ärzte Schweiz (JHaS) über die Assistentenweiterbildung in der Praxis. Das Ziel muss sein, die Kantone mehr für die Unterstützung einbinden zu können, damit die Anzahl der Stellen angemessen erhöht werden kann. Diskutieren Sie mit – Ihre Meinungen und Lösungen dazu sind uns wichtig!

Premiere bei den 
KHM-Auszeichnungen 2017

Erstmalig in diesem Jahr wird der «KHM-Forschungspreis» im Wert von CHF 30 000.- durch das Kollegium für Hausarztmedizin überreicht und eigenständig ­finanziert. Die Wahl des Gewinners fiel durch die hervorragende Qualität der eingereichten Arbeiten nicht leicht. So werden in diesem Jahr ein Haupt- und ein Sonderpreis à je CHF 15 000.- vergeben.

Der Hauptpreis geht an das Team von Dr. med. univ. Stefan Zechmann, Universitätsspital Zürich, Institut für Hausarztmedizin. Die ausgezeichnete Arbeit zeigt eindrücklich, wie die Beachtung von Risikofaktoren bei der Anwendung von Leitlinien zur Hypertonie-
Behandlung den Anteil von ungenügend behandelten Patienten um die Hälfte reduziert.

Mit dem Sonderpreis werden die wertvollen Gemeinschaftsarbeiten des Programms «Multimorbidity in primary care in Switzerland: a national cross-sectional study» ausgezeichnet. Die Kollaboration der fünf Hausarztinstitute Lausanne, Genf, Basel, Bern und ­Zürich verfolgt mit dem Programm das Ziel, die vielseitigen Belastungen durch Krankheiten selbst und durch Therapien von multimorbid Erkrankten zu erfassen und die Priorisierung bei der Behandlung zu untersuchen. Dies sowohl aus Sicht der Patienten als auch aus Sicht der Hausärzte.

Der «KHM-Kopf des Jahres» gehört 2017 Prof. Dr. med. Johanna Sommer für ihren ausserordentlichen Einsatz im Dienste der Förderung und Akademisierung der Hausarztmedizin. Als praktizierende Ärztin in Genf und erste Professorin für Hausarztmedizin engagiert sie sich täglich für die Systematisierung, Professionalisierung und Verankerung der Hausarztmedizin in Ausbildung, Wissenschaft und Gesellschaft.

Seien Sie gespannt auf die Gegensätze, die «Dick & Dünn» in allen Dimensionen und Facetten zu bieten hat. Lassen Sie sich inspirieren und diskutieren Sie mit! Wir freuen uns, Sie in einem perfekten Rahmen am 22. und 23. Juni im KKL Luzern willkommen zu heissen!

Vollständige Informationen zum Kongress und zum Programm finden Sie online auf www.khm-kongress.ch/khm2017/.

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Redaktionelle
Verantwortung:
Pierre Klauser, KHM

Franziska Zogg, Regula Capaul, Pius Bürki, Marc Müller

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Korrespondenz:
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1701 Fribourg
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