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Aktion «Engagiert für die Hausarztmedizin»

Sich vom Virus «Hausarzt­medizin» anstecken lassen

DOI: https://doi.org/10.4414/phc-d.2017.01630
Veröffentlichung: 30.08.2017
Prim Hosp Care (de). 2017;17(16):306-308

Bruno Schmucki

Verantwortlicher Administration und Kommunikation der SGAIM

Lehre und Forschung in der Hausarztmedizin sind darauf angewiesen, dass sich Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz auf verschiedene Weise dafür engagieren. Die Institute für Hausarztmedizin möchten deshalb im Rahmen des Herbstkongresses der SGAIM die konkreten Möglichkeiten für dieses Engagement aufzeigen. Weiter wollen sie sichtbar machen, wie viele Ärzte sich bereits jetzt schon für die Weiterentwicklung der Hausarztmedizin einsetzen. Das soll neue Kolleg/-innen zur Mitarbeit motivieren.

Am Herbstkongress der SGAIM, der am 14./15. September in Bern stattfindet, wird auf zahlreichen Namens-Badges eine orange Marke mit der Aufschrift «Engagiert für die Hausarztmedizin» prangen. Wer eine solche Auszeichnung entdeckt weiss: Respekt! Diese Kollegin betreut Studierende im Einzel-Tutoriat; dieser Kollege arbeitet an einer klinischen Studie mit. Ein Weiterer hält Vorlesungen und öffentliche Vorträge zu hausarztspezifischen Themen. Kurz: Alle diese Leute infizieren die Welt mit dem Hausarztvirus.

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Mit dieser orangen Auszeichnung auf dem Kongress-Badge soll das Engagement für die Hausarztmedizin für alle sichtbar gemacht werden. (Foto: Nicole Pont)

Das Wir-Gefühl stärken

Die Aktion mit den orangen Marken wurde von den sechs Instituten für Hausarztmedizin lanciert. Sie hat zum Ziel, das Wir-Gefühl unter denjenigen Ärztinnen und Ärzten zu stärken, die sich schon heute für die Hausarztmedizin und damit für die Vision einer starken Grundversorgung einsetzen. Zudem soll auf diese Weise der spontane Austausch über Erfahrungen, die im Zusammenhang mit dem konkreten Engagement gemacht werden, gefördert werden. So wird die oft im «stillen Kämmerlein» geleistete Unterstützung der Hausarztmedizin als Teil eines grossen Ganzen für alle sicht- und erlebbar.

Vielfältige Möglichkeiten

Andererseits möchten die Hausarztinstitute die Gelegenheit nutzen, ihre Aktivitäten bekannter zu machen und vor Ort neue und vor allem auch junge Hausärztinnen und -ärzte für eine Mitarbeit zu gewinnen. So soll aufgezeigt werden, wie man zum Beispiel in der Lehre eine Aufgabe als Tutor oder als Lehrärztin übernehmen kann. Oder wo und wie eine Mitarbeit in der Forschung, der Rekrutierung von Patient/-innen für klinische Studien oder in der Publikation von wissenschaftlichen Erkenntnissen möglich ist. Schliesslich wird auch auf das standespolitische Engagement in den verschiedenen Fach- und Berufsorganisationen aufmerksam gemacht. Die Institute wollen als Infektionsherde den Virus der Hausarztmedizin aktiv verbreiten.

Holen Sie sich Ihre Auszeichnung!

Damit die Aktion die gewünschte (virale) Wirkung entfaltet, ist es wichtig, dass die orange Marke während dem Kongress überall präsent ist. Jede und jeder kann auf diese Weise sein Engagement öffentlich machen.

So kommen Sie zu Ihrem orangen Label:

1. Bereits bei der Online-Anmeldung zum SGAIM-Kongress können Sie angeben, ob Sie sich für die Hausarztmedizin engagieren. Sie werden dann bei der Registration am Kongress automatisch einen Namens-Badge mit der Marke erhalten.

2. Sie werden bei der Registration am Kongress auf die Aktion angesprochen. Wenn Sie bereits aktiv sind, dann können Sie vor Ort einen entsprechenden Aufkleber beziehen.

3. Sie sprechen Mitarbeiter der Institute der Hausarztmedizin an, lassen sich informieren und entscheiden sich für ein konkretes Engagement. Das ist ebenfalls eine Auszeichnung wert!

Die Initiant/-innen freuen sich über viele spannende Impulse und Diskussionen, welche die Aktion auslösen wird und bedanken sich schon heute bei allen, die sich aktiv für eine qualitativ hochstehende Hausarztmedizin von morgen einsetzen!

Mehr Information über die Aktion auch unter www.sgaim.ch/virus-hausarztmedizin

Kongress-Lounge als Treffpunkt und Service-Leistung für die Mitglieder

Auch am Herbstkongress in Bern ist die SGAIM wieder mit ihrer bequemen und komfortablen Lounge präsent. Die SGAIM möchte Mitglieder und andere Besucherinnen und Besucher einladen, die Ruhepausen oder Übergänge zwischen den Veranstaltungen in einer angenehmen und anregenden Atmosphäre zu geniessen.

Nebst einer Auswahl an erfrischenden Getränken – insbesondere Tee und Kaffee – bietet die SGAIM-Lounge allerdings noch ein paar weitere Extras wie eine Besprechungs-Ecke (max. 6 Personen) oder individuelle Beratungen zu Fragen der Weiter- und Fortbildung.

– Individuelle Termine für Beratungen oder Reservationen für die Besprechungs-Ecke können bereits jetzt online unter www.sgaim.ch/lounge oder dann vor Ort am Desk vereinbart werden.

– Zudem findet in der SGAIM-Lounge am Freitagmittag, 15.9.2017, um 12.15 Uhr ein Gratulations-Apéro für die/den Preisträger/-in des «SGAIM Teaching Award 2017» statt.

– Der SGAIM-Lounge sind auch die Stände der Partnerorganisationen Haus- und Kinderärzte Schweiz (mfe) und Junge Hausärztinnen und -ärzte Schweiz (JHaS) sowie des Schweizerischen Ärzteverlags EMH angegliedert.

Das Team der Geschäftsstelle der SGAIM freut sich über einen Besuch in der Lounge.

Die Zukunft der Hausarztmedizin ­mitgestalten

Drei Fragen an Cora Moser-Bucher, ­Mitinitiantin der Aktion «Engagiert für die Hausarztmedizin»

Sie wollen alle Kolleginnen und Kollegen auszeichnen, die sich für die Hausarztmedizin engagieren. Warum haben diese Leute eine Auszeichnung verdient?

Cora Moser: Nicht nur Nobelpreisträger bringen die Medizin weiter – auch das Betreuen eines Einzel-Tutoriats, standespolitische Tätigkeit, hausarztspezifische Fortbildung oder Forschung sind «nobel».

Denn eine attraktive, qualitativ hochstehende Hausarztmedizin von morgen ist nur möglich dank den unzähligen motivierten und hoch engagierten Kolleginnen und Kollegen, die das Feuer für unseren Beruf von heute in die Zukunft tragen. Dieser Einsatz, der zusätzlich zu einem bereits überfrachteten Arbeitsalltag geleistet wird, soll sichtbar gemacht werden. Dies umso mehr, da insbesondere in der selbstständigen Hausarzt-Tätigkeit ein unentgeltliches Engagement speziellen Dank verdient. Wenn man nun am SGAIM-Kongress sieht, wie viele Kolleginnen und Kollegen sich ebenfalls engagieren, erfährt man sich als Teil ­eines grossen Ganzen.

Also: Ich bin bereit, mich in der Lehre, der Forschung oder der Standespolitik für die Hausarztmedizin einzusetzen. Wie erfahre ich, wo mein Engagement konkret gefragt ist?

CM: Ich gratuliere! Die Bereitschaft zum Engagement ist der beste Ausdruck der Begeisterung für das tollste Fach der Medizin. Der Tätigkeitsfelder harren viele. Man sucht sich vorzugsweise ein Gebiet aus, das einem gefällt oder liegt. Auch die Übernahme von kleinen Aufgaben ist wichtig. Konkrete Anstösse erhält man bei den Instituten für Hausarztmedizin – zum Beispiel vor Ort am SGAIM Kongress –, bei den Jungen Hausärztinnen und -ärzte Schweiz (JHaS), der Fachgesellschaft SGAIM oder dem Berufsverband Haus- und Kinderärzte Schweiz (mfe). Oder: Sprechen Sie Kongressteilnehmende mit einer orangen Auszeichnung an und profitieren Sie von deren Ideen, Visionen und Erfahrungen.

Sie sprechen von einem «Virus für die Hausarztmedizin», den Sie verbreiten wollen. Was genau ist denn so ansteckend an der Hausarztmedizin?

CM: Für mich ist die Hausarztmedizin in ihrer fachlichen Breite, mit ihrer umfassenden Herangehensweise im Patientenkontakt sowie der Möglichkeit, die Patient/-innen ein Leben lang begleiten zu dürfen, sehr be­reichernd. Gesellschaftlich ist eine starke Grundversorgung zentral für ein soziales, tragbares Gesundheitswesen. Die Hausarztmedizin ist im Wandel, und wir können die Zukunft des tollsten Berufs der Welt aktiv mitgestalten.

Dr. med. Cora Moser-Bucher ist Hausärztin und Mitarbeiterin am Universitären Zentrum für Hausarztmedizin beider Basel (uniham-bb).

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Moderator/-innen von Qualitätszirkeln: Vernetzungstreffen am 14. September in Bern

Das alljährliche Vernetzungstreffen der ausgebildeten Moderator/-innen von Qualitätszirkeln wird im Rahmen des SGAIM-Herbstkongresses in Bern am Donnerstag, 14. September 2017, von 14–17 Uhr durchgeführt

Die Teilnahme an diesem Treffen ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt über das offizielle Online-Einschreibeformular zum Herbstkongress unter http://veranstaltungen.sgaim.ch

Redaktionelle
Verantwortung:
Bernadette Häfliger, SGAIM

Korrespondenzadresse

Korrespondenz:
Bruno Schmucki
Kommunikation, SGAIM, Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere ­Medizin
Monbijoustrasse 43
Postfach
CH-3001 Bern
bruno.schmucki[at]sgaim.ch

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