Offizielle Mitteilungen

Vorstandsretraite SGAIM 2017

Ein herausforderndes und ­arbeitsreiches Jahr steht bevor

Bernadette Häfliger Berger

DOI: https://doi.emh.ch/10.4414/phc-d.2017.01685
Veröffentlichung: 06.12.2017
Prim Hosp Care (de). 2017;17(23):440-441

Der Vorstand der SGAIM hat an seiner zweitägigen Retraite Anfang November wichtige Entscheidungen für das Jahr 2018 getroffen. Neben der Diskussion über die strategischen Ziele und Projekte standen die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft internistischer Chef- und Kaderärzte (ICKS) sowie die Qualität der Weiterbildungsstätten AIM auf der Traktandenliste.

Das wichtigste strategische Ziel der SGAIM bleibt auch 2018 die Nachwuchsförderung. Nachdem eine ­Arbeitsgruppe dem Vorstand fünf Empfehlungen abgegeben hat, sollen diese nun zügig umgesetzt werden. Dazu wird eine Projektsteuerungsgruppe unter der Leitung von François Héritier und Drahomir Aujesky eingesetzt sowie verschiedene Teilprojekte angestossen (Abb. 1).

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Abbildung 1: Struktur für die Organisation des Projekts «Nachwuchsförderung».

Fünf Empfehlungen Nachwuchsförderung

– Revision Lernzielkataloge Basisweiterbildung, Hausarzt und Spitalinternist.

– Aufbau von systematischen, koordinierten Weiterbildungs-Curricula und restriktivere (Wieder-)Anerkennung von Weiterbildungsstätten.

More action, less administration!

– Gezielte Förderung der Forschung & Entwicklung sowie der Lehre.

– Gezielte Schaffung eines positiven Rollenbilds des Allgemeininternisten und Lancierung einer Imagekampagne.

smarter medicine und weitere inhaltliche Schwerpunkte

Die SGAIM will sich zukünftig vermehrt an Vernehmlassungen in ihren Kernthemen beteiligen und das ­politische Lobbying in diesem Bereich verstärken. Auch nächstes Jahr wird die SGAIM eine tragende Rolle im Trägerverein smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland übernehmen, der eine schweizweite Patientenkampagne lancieren wird. Die Geschäftsführung dieses Vereins obliegt dem Generalsekretariat der SGAIM, weshalb die SGAIM neben einem beachtlichen finanziellen Betrag auch grosse personelle Ressourcen für die Umsetzung dieser Kampagne einsetzen wird. Die SGAIM organisiert Ende September 2018 zudem den Kongress Choosing Wisely International, an dem Expert/-innen aus der ganzen Welt teilnehmen werden.

In den Kommissionen steht, neben der Überarbeitung des Weiterbildungscurriculums und der Kriterien für die Anerkennung der Weiterbildungsstätten, das Qualitätskonzept der SGAIM und die Weiterentwicklung des SwissDRG im Hinblick auf die Behandlung multimorbider Patienten an. An den Facharztprüfungen 2018 werden neben den bekannten MKSAP-Fragen erstmals auch helvetische Fragen gestellt. Die SGAIM führt dazu ein Pilotprojekt durch, das nach zwei Prüfungssessionen detailliert ausgewertet werden soll.

«Superwahljahr»

Ende 2018 läuft die erste Legislatur der SGAIM ab. Nachdem Jean-Michel Gaspoz und François Héritier bereits vor längerer Zeit bekannt gegeben haben, dass sie vom Präsidium und aus dem Vorstand zurücktreten werden, ist in der Zwischenzeit geklärt, dass sich alle anderen Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl stellen. Der Vorstand trifft bis Ende 2017 die Vorentscheide über die zukünftige Zusammensetzung des Vorstandes und des Präsidiums. Gleichzeitig mit den Neuwahlen des Vorstandes werden nächstes Jahr auch die Delegierten, die Kommissionsmitglieder und die kantonalen Fortbildungsdelegierten neu gewählt.

Enge Zusammenarbeit mit der ICKS

Die Spitallandschaft in der Schweiz ist sehr heterogen und die Allgemeine Innere Medizin steht nicht zuletzt seit der Einführung des SwissDRG zum Teil massiv unter Druck. Die SGAIM arbeitet in Fragen der stationären Medizin eng mit der Schweizerischen Gesellschaft internistischer Chef- und Kaderärzte (ICKS) zusammen. An der Retraite wurde mit der Präsidentin der ICKS, Esther Bächli, über gegenseitige Erwartungen und Optimierungsmöglichkeiten diskutiert. Es wurde dabei betont, dass die SGAIM die Unterstützung sämtlicher Interessengruppen braucht, um eine starke Fachgesellschaft zu sein. Einmal mehr wurde von beiden Seiten versichert, wie wichtig der gegenseitige Austausch ist. Zudem wurde der ICKS die administrative Unterstützung durch die Geschäftsstelle SGAIM zugesichert.

Aufgrund der Evaluationen und Rückmeldungen der Besucher/-innen des ersten Herbstkongresses der SGAIM hat der Vorstand anlässlich seiner Retraite ­verschiedene organisatorische und inhaltliche Massnahmen zur Optimierung beschlossen. Der nächste Herbstkongress wird vom 20. bis 21. September 2018 in Montreux unter der Leitung von François Héritier und Nicolas Senn stattfinden.

Stellungnahme von SGAIM und ICKS

Spezialisierung und Spitalorganisation

Eine Themengruppe der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» hat sich unter der Federführung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und des Spitalverbandes H+ mit der zunehmenden Spezialisierung in der Humanmedizin aus Sicht der Spitalorganisation beschäftigt. Auf Grundlage einer Studie hat die Themengruppe vier Empfehlungen erarbeitet, die den medizinischen Fachgesellschaften nun zu einem Realitäts-Check vorgelegt 
wurden.

Die SGAIM und die ICKS haben sich eingehend mit dem Fragebogen befasst und eine umfangreiche, gemeinsame Stellungnahme verfasst. Die beiden Organisationen verlangen zudem, dass sie bei der Umsetzung der Empfehlungen einbezogen werden.

Die vollständige gemeinsame Stellungnahme ist auf den Webseiten von SGAIM (www.sgaim.ch) oder ICKS (www.icks.ch) ­abrufbar.

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Bildnachweis: © rido/123rf.com

Redaktionelle
Verantwortung:
Bernadette Häfliger, SGAIM

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Abbildung 1: Struktur für die Organisation des Projekts «Nachwuchsförderung».
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Bildnachweis: © rido/123rf.com

Bernadette Häfliger Berger

Generalsekretärin SGAIM

Kopfbild: ©rido/123rf.com

Korrespondenz:
Bruno Schmucki
Kommunikation, SGAIM
Schweizerische Gesellschaft
für Allgemeine Innere
Medizin
Monbijoustrasse 43
Postfach
CH-3001 Bern
bruno.schmucki[at]sgaim.ch