access_time veröffentlicht 30.05.2018

Irritationen

Bernhard Gurtner

Anamnestik

Irritationen

30.05.2018

Die averbalen Signale.

Die für eine Anamnese verfügbare Zeit ist oft sehr knapp und darf deshalb nicht durch Fremdeinwirkungen zusätzlich gestört werden. Unterbrechungen durch Telefonate oder ungebetene Eindringlinge sollten unbedingt unterlassen werden, weil sie vielleicht eine entscheidende Phase des Gesprächs unwiderruflich sabotieren.
Irritierend für Patienten ist aber auch, wenn der ärztliche Gesprächspartner mit Schreibutensilien oder seinen Fingern spielt, wiederholt auf eine Uhr blickt oder zum Fenster hinausschaut, mit dem Fuss wippt, Gähnen unterdrückt, die Haare streift, sich am Hals kratzt oder am Ohr zupft.
Averbale Signale werden im ärztlichen Gespräch nicht nur in eine Richtung ausgesendet und werden von Patienten aufmerksam oder unbewusst wahrgenommen. 
In der S-Bahn gehört: «Ich gehe nicht mehr zu der Frauenärztin X. Sie hat bei der für mich so wichtigen Besprechung immer wieder auf ihre Armbanduhr geschaut.» 

 

Bildnachweis: © Sebastiangauert | Dreamstime

Bernhard Gurtner

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