access_time veröffentlicht 14.02.2017

Zurück auf Feld 1

Bernhard Gurtner

Anamnestik

Zurück auf Feld 1

14.02.2017

Patientinnen und Patienten erinnern sich oft erst bei der Verabschiedung an der Tür an das, was sie eigentlich unbedingt noch sagen oder fragen wollten.

Patientinnen und Patienten erinnern sich oft erst bei der Verabschiedung an der Tür an das, was sie eigentlich unbedingt noch sagen oder fragen wollten. Andere nehmen auf der Schwelle ­ihren letzten Mut zusammen, um doch noch zur Sache zu kommen, die sie im Sprechzimmer voller Hemmungen ­verschwiegen haben. Einige fühlen sich vor dem Weggehen «off record» und geben dann die Hinweise, die nicht in die Akten des Arztes gelangen dürfen. Ihre scherzhaften Bemerkungen sind manchmal vieldeutig oder doppelbödig.

Zurück auf Feld 1! Man schliesst die Tür, bittet die «last minute»-Schwerenöter, sich abermals hinzusetzen und widmet dem ­angesprochenen Thema noch etwas Zeit, oder vereinbart hierfür einen neuen Termin. Falsch wäre, das verspätete Anliegen wegen anderer Verpflichtungen beschwichtigend abzuwimmeln. 

Bernhard Gurtner

Ähnliche Beiträge

veröffentlicht 15.05.2017

Sieben Dimensionen der Symptome

veröffentlicht 26.04.2017

Hemmende oder fördernde Begleitumstände

veröffentlicht 05.04.2017

Wo bleibt das Positive?

veröffentlicht 27.02.2017

Warnsignale

Bloggen Sie mit!

Wollen Sie auch einen Blogbeitrag publizieren? Dann schreiben Sie uns!

Mail an Redaktion